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Politiker retten Häppchen

Keine Einsparungen bei Schützenfest-Empfang Politiker retten Häppchen

Übel Kohldampf geschoben hätten die Gäste beim Schützenfest-Empfang in Zukunft, wäre es nach dem Willen der Stadtverwaltung gegangen.

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Quelle: dpa

Stadthagen. Diese hatte auf der Suche nach Einsparpotenzial für das Haushaltssicherungskonzept die Streichung des Fingerfoods bei genannter Veranstaltung vorgeschlagen. Einspareffekt: 1300 Euro.

Doch diese Idee stieß bei den Ratsfraktionen auf heftigen Widerstand. Der Schützenfest-Empfang sei „ein wichtiges repräsentatives Ereignis“, betonte der rot-grüne Gruppensprecher Jan-Philipp Beck im Finanzausschuss: „Zu diesem Anlass sind viele auswärtige Gäste da.“ Es würde einen schlechten Eindruck machen, diese ohne Häppchen abzuspeisen, wollte Beck damit sagen. Umso mehr als dies der einzige Empfang der Kreisstadt im Jahresverlauf sei.

Wenig Interesse an Finger Food

Verwaltungschef Oliver Theiß (parteilos) unternahm für die Einspar-Idee einen Rettungsversuch. Es sei zu Schützenfest-Zeiten gemeinhin äußerst heiß im Saal des Alten Rathauses, sodass die Gäste, kaum sind die Reden gehalten, „in der Regel schnell runter gehen auf den Marktplatz“. Der Drang zu den dargereichten Platten mit Finger Food sei hingegen minder stark. Da könne man die Frikadellen und Spieße auch gleich weglassen.

Rat verzichtet auf Weihnachtsessen

Daraufhin machte Jens Klugmann klar, dass auch die CDU auf dem Erhalt der leckeren Häppchen bestehe. Er unterstützte die Argumentation von Jan-Philipp Beck.
Letztgenannter machte nun einen Vorschlag „zur Teilkompensation“ der Fingerfood-Kosten: Die Ratsmitglieder könnten auf ihr traditionelles Weihnachtsessen nach der letzten Sitzung im Jahr – früher einmal als „Grütze-Essen“ bekannt – verzichten. Das erbringe eine Einsparung von zumindest 400 Euro. Einstimmig empfahl der Ausschuss, an den Schützenfest-Häppchen festzuhalten und selbstlos auf das Weihnachtsessen zu verzichten. ssr

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