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Stadthagen Stadt Politiker stimmen für Wohnprojekt
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Politiker stimmen für Wohnprojekt
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18:25 31.08.2018
Stadthagen

Einstimmig votierte das Gremium für den Bebauungsplan. Stadtplaner Gerrit Schwalbach erläuterte, dass dieser nun für einen Monat öffentlich ausgelegt werde.

Wie berichtet, war das Konzept vom Gewinner des Architekturwettbewerbs als zu teuer verworfen worden. Damit waren auch die 30.000 Euro weg, die für den Wettbewerb investiert worden waren, zudem verstrich viel Zeit. Doch nun scheint der Prozess zu einem Abschluss zu kommen und alle Fraktionen können gut damit leben: Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) erklärte in Absprache mit seiner Mehrheitsgruppe, dass er der Beschlussempfehlung der Verwaltung zustimme. „Wir sind froh, dass endlich etwas passiert.“ Es sei erfreulich, dass mit der Kreiswohnbaugesellschaft ein guter Investor gefunden worden sei. Die Lösung, Altbauten zu erhalten, sei absolut positiv zu bewerten, so Rösemeier-Tietjen.

Kritik an Architekturwettbewerb

Auch Jürgen Burdorf erklärte, dass die WIR die Pläne unterstützt. Das Projekt sei zwischenzeitlich „eine echte Hängepartie“ gewesen. Wichtig sei nun gewesen, dass der fertige Wohnraum auch bezahlbar ist. Das war mit den Plänen des ursprünglichen Architektenbüros aus Stuttgart nicht möglich gewesen.

„Das erste Büro war einfach nicht tragbar“, geht Heiko Tadge (CDU) noch einen Schritt bei seiner Kritik weiter. An dem jetzt vorliegenden Bebauungsplan gäbe es nichts auszusetzen und deshalb werde seine Fraktion diesem auch zustimmen. Dass die Kreiswohnbau sich so engagiert, sei nicht selbstverständlich und als positiv zu bewerten. „Dennoch: Das Verfahren mit dem Architektenwettbewerb war schon sehr fraglich“, meint Tadge. Da habe man eine Bauchlandung gemacht, aus der Lehren gezogen werden müssten.

Schwalbach entgegnete, dass der Wettbewerb ein schwieriges Feld gewesen sei. Er wolle das Instrument als Ideenwettbewerb allerdings in keiner Weise verteufeln oder generell für die Zukunft ausschließen. Zum Teil sei die Stadt dazu angehalten, einen solchen Wettbewerb zu fördern und das sei auch sinnvoll. jemi