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Politiker von Solarpark-Idee angetan

Georgschacht-Halde Politiker von Solarpark-Idee angetan

Die Idee eines Solarparks auf der Georgschacht-Halde stößt bei allen Ratsfraktionen auf Zustimmung.

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Die Politiker setzen auf Solarenergie.

Quelle: dpa

Stadthagen. Das ist in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses des Rates deutlich geworden. „Wir geben das eindeutige Signal, an dieser Idee dran zu bleiben“, sagte etwa CDU-Fraktionschef Heiko Tadge. „Das wäre eine Nachnutzung dieses Geländes mit Charme“, fügte Lothar Biege (FDP) an: „Es ist wichtig, dass wir das weiter voran treiben.“ Ausschussvorsitzende Ute Hartmann-Höhnke (SPD) fasste schließlich zusammen: „Sämtliche Fraktionen sind von diesem Projekt positiv angetan.“

Initiator Jörg Janning, der als SPD-Bürgervertreter im Bauausschuss sitzt, hob den ganzheitlichen Aspekt seiner Projektidee hervor. Es gehe darum, „Energiewende-Technik ins Lebensumfeld einer Stadt zu integrieren“. Denn es handele sich nicht nur um regenerative Energiegewinnung, sondern auch „um die Entwicklung des Georgschachtes als Kulturdenkmal“. Im Gelände zwischen Tropicana und Halde könne angesichts der dort geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz „eine Erlebniswelt für Energie und Wasser“ entstehen. Geeignet sei das Projekt auch als „außerschulischer Lernort“.

Bürgermeister Oliver Theiß dankte Janning für dessen Initiative: „Schön, wenn solche Ideen an uns heran getragen werden.“ Im Gegenzug würdigte Janning „das gute Engagement der Stadt in dieser Sache“.

Lieber sorgfältig als zu schnell

Theiß verwies darauf, „dass das Verfüllen der Halde voraussichtlich noch mindestens zehn Jahre dauern wird“. Vor diesem Hintergrund sei genau zu überlegen, wann ein hauptsächlich mit Fördergeld finanzierter Projektmanager engagiert werden soll. „Machen wir das zu früh, riskieren wir, dass der Stand der Technik, mit der der Manager plant, zum Zeitpunkt einer möglichen Realisierung überholt ist.“ Janning stimmte zu: „Es gilt nicht schnell, sondern sorgfältig zu planen.“

Bauamtsleiter Gerd Hegemann pflichtete der vor einigen Tagen von Janning in einem SN-Gespräch gemachten Äußerung bei, für die Errichtung eines Solarparks auf der Halde sei die Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) nötig. Denn der geltende Plan vermerke dort eine Grünfläche, auf dessen Grundlage der Bepflanzungsplan der Baugenehmigung dort „quasi Wald“ vorsehe, wie Hegemann sich ausdrückte.

Angesichts des aufgezeigten Zeithorizonts reiche es aber aus, wenn man sich über die FNP-Änderung im Jahr 2017 unterhalte, fügte der Bauamtschef hinzu. Für die Ansiedlung eines Solarparks werde zudem die Aufstellung eines Bebauungsplans fällig. Bis dahin werde die Verwaltung darauf hinwirken, dass dort nichts passiert, was den angedachten Planungen widerspricht. Das heißt: Es sollen dort keine Bäume gepflanzt werden.  ssr

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