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Praktikant reist in eine ungewisse Zukunft

Stadthagen Praktikant reist in eine ungewisse Zukunft

Noch ein paar Tage, dann hat Manuel Alberto González Dueñas seine Ausbildung abgeschlossen. Derzeit absolviert der 23-Jährige aus Sevilla in Spanien ein dreimonatiges Praktikum an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Stadthagen. Diese Station ist die letzte seiner zweijährigen Ausbildung zum Systemadministrator.

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Das Praktikum an der BBS ist die letzte Station in der Ausbildung von Manuel Alberto González Dueñas aus Sevilla.

Quelle: bes

Stadthagen. „Ich bin nach Stadthagen gekommen, um vor allem mein Englisch zu verbessern und die Arbeitsphilosophie in Deutschland kennenzulernen“, sagt González Dueña. Aufmerksam geworden sei er auf die Möglichkeit, in Schaumburg ein Praktikum zu absolvieren, über das Austauschprogramm „Erasmus Plus“ der Europäischen Union.

Während in Spanien die Ausbildung zum Systemadministrator zum überwiegenden Teil schulisch ablaufe und erst am Ende ein Praktikum stehe, gehen in Deutschland Theorie und Praxis von Anfang an Hand in Hand, erklärt Susanne Häger, die an den BBS in Stadthagen Spanisch unterrichtet. Für ihn habe das deutsche System in den vergangenen drei Monaten sehr gut gepasst, ergänzt González Dueña.

Zu seinen Aufgaben an den Berufsbildenden Schulen in Stadthagen gehörte unter anderem die Betreuung der Homepage. Der 23-jährige Spanier war zudem für Sicherheitsaspekte im Netzwerk zuständig. Doch auch viel Neues zu entdecken gab es für ihn.

Da in seiner Heimat Programme von Microsoft kaum verbreitet sind, wurden ihm von seinen Kollegen Julian Schulz und Tristan Abs die Produkte näher gebracht. Und auch an anderen Schulen im Landkreis war er im Einsatz, da deren Netzwerke ebenfalls von den BBS in Stadthagen betreut werden.

Wenn es für González Dueña Ende Juni wieder zurück nach Sevilla geht, dann erwartet ihn dort eine ungewisse Zukunft. „In Spanien ist es derzeit schwer, einen Job zu finden“, erklärt der 23-Jährige. Viele junge Erwachsene schließen ihre Ausbildung oder ihr Studium ab und suchen einen Arbeitsplatz.

„Einige gehen nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Möglich, dass ich später auch mal für einen Job hierher komme“, sagt er, auch wenn die Sprache aus seiner Sicht ein Hindernis sein kann. Zwar habe er an der Schule etwas Deutsch gelernt, doch ob es dafür reicht, hier einen Job zu finden, wisse er nicht. „Viele deutsche Arbeitgeber wollen Arbeitnehmer, die gut deutsch sprechen“, betont González Dueña. Doch erst mal will er zurück nach Spanien und dort nach einem Arbeitsplatz suchen, auch wenn er weiß, wie schwer das werden kann. bes

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