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Projekte in Stadthagen ziehen sich hin

Ein Überblick Projekte in Stadthagen ziehen sich hin

Unter Stadthägern besteht der weitverbreitete Eindruck, dass sich etliche städtische Projekte sehr lange hinziehen, bis sie zur Umsetzung kommen. Als Beispiele genannt werden das Wohnen am Nordwall (Planungsstart März 2014) sowie der Cityring (März 2015). Die geben einen Überblick über die Vorhaben.

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Quelle: Grafik: Elze

Stadthagen. WLAN in der Altstadt:

 Bereits im Mai 2015 begannen die Planungen dafür. Mittlerweile steht die Umsetzung nach Auskunft von Bürgermeister Oliver Theiß kurz bevor. Es müsse nur noch eine Fachfirma die notwendigen Elektroinstallationen vornehmen, im Januar soll das freie WLAN nutzbar sein. „Das hat insgesamt zu lange gedauert“, räumt Theiß unumwunden ein. In Bad Nenndorf war ein entsprechendes Projekt in 2015 binnen weniger Monate realisiert worden. „Dass das in Nenndorf sehr schnell ging und bei uns nicht, ist Fakt“, billigt Theiß zu. Er verweist mit Blick auf die Verzögerungen, „ohne Schuldzuweisungen machen zu wollen, auf eine Planungsänderung der Politik, die von einer kleinen auf eine große Lösung umgeschwenkt ist“.

Cityring:

Auch bei diesem Beschilderungs-Projekt war der Start der Planungen schon im Mai 2015. Aktueller Stand laut Theiß: Weil sich die Kosten jüngst auf 36.000 Euro verdoppelt haben, muss die Politik erst noch entscheiden, ob sie das toleriert. Ein Ja vorausgesetzt, hält Theiß eine Umsetzung im Frühjahr 2017 für möglich. „Das dauert wirklich sehr lange“, gesteht der Bürgermeister auch in diesem Fall. Die Abstimmung mit der Verkehrskommission, deren Placet für die Schilder notwendig ist, habe viel Zeit in Anspruch genommen. Außerdem habe die Verwaltung auf Kritik aus der Bürgerschaft an dem ersten Entwurf reagiert und eine Zweitfassung vorgelegt. „Wir wollten die Bedenken der Bürger ernst nehmen und wollen, dass der Cityring auf Akzeptanz stößt“, so Theiß.

 Wohnen am Nordwall:

 Bereits im März 2014 hat die Stadt einige Häuser an der Krummen Straße erworben, plant seitdem dort die Errichtung von Wohnbebauung. Da weiterhin ungeklärt ist, ob die als Investor vorgesehene Kreiswohnbau das Projekt finanzieren und durchführen will, kann Theiß „noch keinen Zeitpunkt für den Beginn einer Umsetzung“ nennen. Warum zieht sich das Projekt derart lange hin? „Man hat sich vor meiner Zeit für einen Architektenwettbewerb entschieden“, nennt Theiß den Hauptgrund: „Dabei hätte man die Wirtschaftlichkeit als Schwerpunktkriterium nehmen müssen.“ So müsse nun „mit allen Mitteln versucht werden, den Entwurf des ersten Preisträgers wirtschaftlich zu gestalten“. Und das dauere seine Zeit.

Schlossgartencafé:

  Der Brand war im Mai 2015, seitdem laufen die Planungen für einen Neustart. Mit der Sanierung soll nun Anfang 2017 begonnen werden, ein Sommercafé ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. „Seit Mai 2015 ist ein langer Zeitraum, das ist nicht befriedigend“, räumt Theiß ein, „da muss ich den Kritikern recht geben.“ Die Gründe: Das Projekt sei politisch stark umstritten gewesen. Die Entscheidungsfindung habe daher reichlich Zeit gekostet. Als diese beendet war, habe sich herausgestellt, dass die angepeilte Lösung nicht möglich war, weil das Gebäude stärker beschädigt ist, als zuvor angenommen. Das habe in diesem Herbst Neuplanungen erfordert.

 Übergreifend erklärt Theiß, es sei für ihn „ein schwieriger Lernprozess, dass man als Bürgermeister Dinge oft nicht so schnell umsetzen kann, wie man sich das selber wünscht.“ Es spielten „verschiedenste Faktoren und viele Akteure in die Abläufe, die zu berücksichtigen sind, was zu Verzögerungen führt“. Das sei anders als für „Chefs in Wirtschaftsunternehmen, die Dinge einfach anweisen können“, führt Theiß aus. Ihm ist auch wichtig: „Wir prüfen unsere verwaltungsinternen Abläufe daraufhin, ob vermeidbare Verzögerungen aufgetreten sind und ob wir in Zukunft effizienter arbeiten können.“ Das heiße: „Wir gehen mit Blick auf lange Dauer kritisch mit unserer eigenen Arbeit um und beleuchten alles.“ ssr

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