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Projekte reifen heran

Sparkasse und Volksbank wollen große Teile des Krankenhausareals vermarkten Projekte reifen heran

Ein knappes Jahr noch, dann soll den Planungen zufolge das Stadthäger Krankenhaus ins Gesamtklinikum nach Vehlen umziehen. Die Bemühungen um eine möglichst zeitnahe Nachnutzung des frei werdenden Areals sind in vollem Gange.

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So sieht der erste Gebäudekomplex für seniorengerechtes Wohnen aus, der im Auftrag des Landkreises ab kommendem Sommer auf dem Krankenhausgelände errichtet wird. 

Quelle: pr.

Stadthagen. So wird die Kreiswohnungsbau-Gesellschaft nach Auskunft von Landrat Jörg Farr im Auftrag des Landkreises in den nächsten Tagen einen Bauantrag für die Errichtung eines Gebäudekomplexes für seniorengerechtes Wohnen einreichen. Die Planungen für das 2,5 Millionen Euro teure Projekt, das 17 Wohnungen mit einer Größe zwischen 40 und 70 Quadratmeter umfasst, sind so gut wie abgeschlossen. Farr setzt auf einen Baubeginn im kommenden Sommer und auf Fertigstellung Mitte 2017.

Das Gebäude soll in direkter Nähe des kreiseigenen Seniorenzentrums entstehen. „Wir etablieren dort Wohnen mit besonderer, sozialer Qualität“, sagt Farr. Denn den Bewohnern stehen alle Angebote der Senioreneinrichtung zur Verfügung – von Veranstaltungen über das Essen bis zu Pflegeleistungen. „Wir bieten die Möglichkeit zu sozialen Kontakten und Sicherheit der Versorgung direkt vor der Haustür“, umreißt der Landrat das Konzept.

Je nachdem, wie sich die Nachfrage entwickelt, sollen laut Farr dort dann weitere Gebäude mit bis zu 45 zusätzlichen seniorengerechten Wohnungen errichtet werden.

Auf beträchtlichen anderen Teilen der Freiflächen des Areals soll nach übereinstimmendem Willen von Landkreis (Grundstückseigentümer) und Stadt (Planungshoheit) Wohnbebauung entstehen. Gedacht ist an eine Mischung von Einfamilien- und Reihenhäusern sowie von Stadtvillen als auch ausreichend Grünflächen. Nach Auskunft von Farr wollen die Sparkasse Schaumburg und die Volksbank Hameln-Stadthagen das geplante Wohnquartier vermarkten.

Das bestätigte auf Anfrage Volksbank-Chef Michael Joop: „Wir wollen auf diese Weise gemeinsam einen Beitrag zur Verbesserung des Wohnstandortes Stadthagen leisten.“ Das Gelände sei für Wohnbebauung ideal, „citynah, ruhig und gut erreichbar“. Nach Auskunft von Joop ist geplant, dass die beiden Geldinstitute das Gelände vom Landkreis erwerben.

„Wir wollen uns dort im Interesse einer vernünftigen Stadtentwicklung engagieren“, ergänzte Achim Lüders, Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse. Beide Banken wollen demnach für das Projekt eine gemeinsame Gesellschaft gründen. Derzeit würden erste Grobentwürfe für eine Bebauung erstellt. „Wir sind aber noch ganz im Vorstadium“, betonte Lüders. Ohnehin ist für dieses Projekt zunächst die Änderung der Bauleitplanung durch den Rat der Stadt erforderlich (siehe Kasten).

Was die Nachnutzung von Krankenhausgebäuden durch die Kreisverwaltung angeht, befinde man sich in der Feinplanung, berichtete Farr. Derzeit eruiere das Bauamt, welche Umbauten erforderlich sind. Einziehen werden dort nach Darstellung des Landrats unter anderem die Abfallwirtschaftsgesellschaft und das Gesundheitsamt.

Theiß: Auf die gesunde Mischung kommt es an

Im Grunde haben wir die Bauleitplanung und können die Erschließung und Grundstücksneuordnung vornehmen“, äußerte sich auf Anfrage der Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß zur Nachnutzung des Krankenhausareals. Die Stadt hat die Planungshoheit über das Gelände.
Es gehe jetzt darum, in den kommenden Monaten die Bauleitplanung zügig abzuschließen und die einzelnen Interessen und etwaige Einwände abzuwägen und in die Entwürfe einzuarbeiten, fuhr Theiß fort. Erst dann könne die Politik darüber entscheiden, was konkret auf dem Areal geschehen wird. Wie lange dies dauert, dazu konnte Theiß keine konkreten Angaben machen.

Für den Rathauschef der Kreisstadt kommt es darauf an, dass auf dem Areal „eine gesunde Mischung aus vorhandener Nutzung, Wohnbebauung, Behörden und Fachärzten“ gefunden wird. Auch die Grünflächen sollen dabei eine ausreichende Größe haben. Immerhin stehen dafür nach Angaben von Theiß rund 1,8 Hektar zur Verfügung. Auf diese gesunde Mischung legt Theiß auch bei der Wohnbebauung Wert. Dabei gehe es um Angebote für möglichst alle Einkommensklassen und alle Altersgruppen. „Uns ist dabei auch ein Anteil für junge Familien wichtig“, so Theiß, wobei auch Ältere ein neues Zuhause finden sollen. 

ssr/bes

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