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Stadthagen Stadt „Public Viewing“: Die Diskussion geht weiter
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Public Viewing“: Die Diskussion geht weiter
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20:05 20.04.2012
Frank Gerecht kann die Einlassungen des CDU-Cehfs Heiko Tadge nicht nachvollziehen. Quelle: rg
Stadthagen

Stadthagen (to). Tadge hatte in einer Versammlung seiner Partei geäuert: „Stadthagen braucht keinen mehrmonatigen Biergarten im Landsberg’schen Hof“. Öffentliche Fußballübertragungen – gemeinhin als „Public Viewing“ bekannt – an selber Stelle würde der Kommunalpolitiker jedoch begrüßen: „Das wollen wir haben, es wäre sehr schön, wenn es letztlich klappen würde.“

 Das Lösen der beiden Vorhaben voneinander hält Frank Gerecht für schlicht unmöglich. Fußballübertragungen auf dem Marktplatz, erklärt Gerecht, bedeuteten einen zu großen organisatorischen Aufwand und zu wenig Möglichkeiten zur Einlasskontrolle.

 Etwa 25000 Euro Gesamtkosten kalkuliert der Gastronom für Technik, Sicherheitseinrichtungen, Gebühren und Miete, um „Public Viewing“ anbieten zu können. Um das wirtschaftliche Risiko, das ein frühes Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft oder eine verregnete EM bedeuten würden, zu mindern, habe er den Betrieb eines Biergartens von Mai bis September bei der Stadtverwaltung beantragt. Darüber hinaus verweist Gerecht auf die Praxis in Hannover. Dort übernehme die Kommune sogar Ausfallbürgschaften, um einem privaten Betreiber beim „Public-Viewing“-Angebot zu unterstützen. Jedenfalls könne man sich mit derlei Projekten nicht die Taschen vollstopfen.

 Wenig Verständnis bringt Gerecht auch für Tadges Sorge auf, ein Biergartenbetrieb könne anderen Wirten Umsatzeinbußen bescheren. „Die Gastronomie am Marktplatz arbeitet nicht gegeneinander“, fasst er zusammen.