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Quengelfreie Zone

Keine Süßigkeiten an der Kasse Quengelfreie Zone

Mit Kindern im Supermarkt einzukaufen, ist oft eine Nervenprobe für die Eltern – vor allem, wenn man am Kassenbereich angekommen ist. Hier bieten sich den Kleinen auf Armeslänge ebenso heiß begehrte wie ungesunde Süßigkeiten.

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Süßigkeiten sollen nicht mehr an allen Kassen vorrätig sein.

Quelle: rg

Stadthagen. Verbietet Mama den Zugriff, sind Nölen und Zetern angesagt. CDU und SPD wollen nun über Bundesregierung und Handel „quengelfreie Kassen erreichen“. Wie stehen Betreiber Stadthäger Supermärkte zu Süßigkeiten freie Kassen und einer eventuellen Reglementierung?

„Nein“, sagt dazu Holger Schulz, Geschäftsführer des Feinkost- und Reformhauses Tietz, und fragt: „Soll der Staat denn alles reglementieren?“ Wenn Kinder an der Kasse quengeln, dann habe das was mit Erziehung zu tun. Weiterhin sei die Frage, was denn genau unter den Begriff Süßigkeiten falle. Auch der Müsliriegel? Und welchen Abstand zur Kasse sollten Süßigkeitsregale haben? In Läden von 3000 Quadratmetern sei ein größerer Abstand zu verwirklichen – aber in kleinen Geschäften mit 200 Quadratmetern Größe?

Der Handelskonzern Rewe mit einer Supermarktfiliale an der Stadthäger Jahnstraße verweist statt eigener Stellungnahme auf den Handelsverband Niedersachsen-Bremen. Dessen Geschäftsführer Hans-Joachim Rambo wertet die „Quengelzone“ als viel diskutiertes Thema. Eine gesetzliche Regelung wolle der Verband jedoch nicht unterstützen. „Wie weit wollen wir gehen mit Vorschriften?“, fragt der Verbandsvertreter. Empfehlungen seien jedoch willkommen. Rambo setzt vor allem auf freiwillige Lösungen des Handels. In einigen großen Supermärkten, die über eine Vielzahl von Kassen verfügen, gebe es alternativ bereits einzelne Süßigkeiten freie Kassenzonen.
Die Einkaufsgenossenschaft Edeka Minden-Hannover überlässt die Entscheidung beim Thema quengelfreie Kassen ihren Mitgliedern, selbstständigen Einzelhändlern also. Im Bereich Minden wisse sie von einem Markt, der mit einer „Apfelkasse“ operiere, sagte Edeka-Sprecherin Mareike Götze.

Ähnliches schwebt den Verantwortlichen für die WEZ-Märkte der Karl Preuß GmbH & Co in Minden vor. Karl-Heinz Hohmeier, Leiter Einkauf und Vertrieb: „Wir denken nach über eine gesunde Kasse.“ Tests würden im ersten Quartal 2015 laufen, allerdings nicht im Stadthäger Markt an der Bahnhofstraße. Hohmeier nannte außerdem interessante Zahlen: Zu 90 Prozent würde im Kassenbereich, in dem sehr viel Umsatz erzielt werde, auf Tabakwaren zugegriffen. Im Ranking folgten Spirituosen, dann Kaugummis, erst dann die Süßigkeiten.

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