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Stadthagen Stadt Raabe: „Absolut falsche Entscheidung“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Raabe: „Absolut falsche Entscheidung“
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13:15 11.03.2018
Symbolbild Quelle: Archiv
Stadthagen

Um 133.000 Euro sollen die Einnahmen jährlich steigen. Diese Maßnahme sei mit Blick auf den Einzelhandel und auch auf die Gesamtinteressen der Stadt „schlicht kontraproduktiv“. Es handele sich „immerhin wirklich um keinen kleinen Betrag“.

Der innerstädtische Handel habe sowieso schon mit zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Zudem stehe Stadthagen in schwerer Konkurrenz zu umliegenden Städten. „Da müsste unser Handel doch eher gestützt werden“, merkt Raabe an, „statt dessen verstärkt man durch höhere Parkgebühren die Widrigkeiten.“

Viel Einsatz für die Parkscheibe

Ärgerlich sei auch die beabsichtigte Wiedereinführung der Parkgebührenpflicht in der Niedernstraße, was der Stadtkasse zusätzliche 16.000 Euro jährlich bringen soll. „Mit viel Zeiteinsatz“, so Raabe, habe er für die derzeitige Regelung mit der Parkscheibe gearbeitet. Das Feedback der Einzelhändler in der Niedern-straße nach einem Jahr Gebührenfreiheit sei „einhellig äußerst positiv“. Da sei es völlig daneben, das wieder abzuschaffen, bemängelt der SMS-Vorsitzende.

Für „außerordentlich problematisch“ hält Raabe auch die Kürzungen im Veranstaltungsbudget um jährlich 35.000 Euro: „Das ist hart – da werden einige Events auf der Strecke bleiben, ich habe aber noch keine Ahnung welche.“ Stadthagen verfüge derzeit über „einen guten Mix an Großveranstaltungen, wovon alle in der Stadt profitieren“. Davon etwas herauszuschneiden, könne sich insgesamt nur negativ auswirken, betont der SMS-Chef.

Zuschuss für Veranstaltungen läuft aus

Der Vertrag der Stadt mit dem SMS über die Zahlung eines Zuschusses von 45.000 Euro für Veranstaltungen laufe 2018 aus. Man befinde sich derzeit in Verhandlungen über eine Verlängerung, „aber über irgendwelche Zahlen ist da noch nicht gesprochen worden“, berichtet Raabe. Wenn man schon über Streichungen spreche, so Raabe weiter, dann müssten alle Veranstaltungen auf den Tisch, also nicht nur die des SMS, sondern auch die anderer Veranstalter einschließlich der Stadt selber. In den SMS-Veranstaltungen stecke viel ehrenamtliches Engagement. In diesem Bereich zu kürzen, empfinde er als „Schlag gegen das Ehrenamt.“

Raabe fügt verärgert hinzu, über die Streichungen vorher aus Politik und Verwaltung nicht kontaktiert worden zu sein. „Ich war gestern völlig überrascht, ich habe alles erst aus der Zeitung erfahren und dachte, ich bin im falschen Film.“ ssr

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