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Radfahrer leben weiter gefährlich

Kein Schutzstreifen Radfahrer leben weiter gefährlich

Schutzstreifen für Radfahrer entlang der Straße St. Annen wird es laut Stadthäger Stadtverwaltung nicht geben. Grund: Die Straße ist zu schmal. Davon wenig begeistert ist Manfred Hoppe: „Die Strecke ist schon gefährlich“, weiß der Stadthäger Ortsgruppenchef des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs.

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Auf Oberntorstraße und St. Annen müssen Rad- und Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen.

Quelle: rg

Stadthagen. Autofahrer müssten sich also wie bisher auf die Anforderungen einstellen und besondere Rücksicht nehmen. Denn Auto- und Radfahrer kommen sich auf St. Annen mitunter sehr nahe.

So nahe, dass einige mit ihrem Drahtesel auf den Gehweg ausweichen. „Aber das geht überhaupt nicht“, warnt Hoppe. „Der ist auch viel zu schmal.“

Das Radverkehrskonzept der Stadt von 2013 hatte für den gesamten Verlauf von Oberntorstraße und St. Annen beidseitige Streifen für Fahrradfahrer vorgesehen. Weiter im Spiel ist nur die erstgenannte der beiden ineinander übergehenden Straßen. Sie soll 2018 oder 2019 ihren Schutzstreifen bekommen.

5,50 Meter müssten übrig bleiben

Die Streifen an St. Annen wären jeweils 1,50 Meter breit gewesen. Aber: Über weite Teile ist die Fahrbahn nur 7,50 Meter breit, wie Verwaltungssprecherin Bettina Burger erklärt. Zwischen Schutzstreifen müssten vorschriftsgemäß 5,50 Meter Fahrbahn übrig bleiben.

Problem: 1,25 Meter muss ein Schutzstreifen mindestens breit sein. Es blieben fünf Meter Fahrbahn. Eine bauliche Verbreiterung wäre notwendig, die laut Burger mit mehreren 100000 Euro zu Buche schlüge.

Mehr Radfahrer auf der Oberntorstraße

Eine Zählung im Jahr 2014 hat der Sprecherin zufolge ergeben, dass auf der Oberntorstraße deutlich mehr Radfahrer unterwegs sind als auf St. Annen – nämlich 540 in 24 Stunden (St. Annen: 75/24). „Daher ist die Notwendigkeit der Markierung von Schutzstreifen hier geringer einzustufen“, sagt Burger. Radfahrer gehörten auf die Fahrbahn, Schutzstreifen seien laut Vorschriften nicht zwingend erforderlich.

Mehr Sicherheit brächte aber eine Sanierung der Fahrbahn, erklärt Burger. Hügel und Schlaglöcher erhöhen für Radfahrer die Sturzgefahr – oder die, die Kontrolle über das Rad zu verlieren und mit einem Auto zusammenzustoßen.

Eine Sanierung wird es aber wohl vorerst auch nicht geben. Die Straße hat beim Land keine Priorität, die Stadt will mit teuren Planungen nicht in Vorleistung gehen, solange eine Sanierung nicht absehbar ist (wir berichteten). Somit bleibt Auto- und Radfahrern vorerst nur die gegenseitige Rücksichtnahme. jcp

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