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Radler müssen sich 2017 umstellen

An Fußgängerampeln Radler müssen sich 2017 umstellen

Für Radfahrer gestaltet sich die Situation an Fußgängerampeln bisher recht einfach. Wenn sie grün werden, darf in die Pedalen getreten werden. Mit dem Beginn des Jahres 2017 wird sich in der Hinsicht einiges ändern.

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Quelle: Symbolbild, dpa

STADTHAGEN. Ab diesem Zeitpunkt regeln Fußgängerampeln nicht mehr zugleich den Radverkehr. Der Radfahrer, der sich einer Lichtsignalanlage nähert, muss ab diesem Tag das Signal für den Fahrzeugverkehr beachten, wenn keine besonderen Signale für Radfahrer mehr vorhanden sind. An Fußgängerampeln muss er zukünftig von seinem Rad absteigen und dieses schieben.

 Ganz neu ist die Regelung, die besagt, dass Radfahrer auf die Straße ausweichen müssen, nicht. Im Grunde genommen besitzt sie schon seit dem 1. Januar 2013 ihre Gültigkeit. Bislang gab es aber noch eine Übergangsregelung, die es den Kommunen erlaubte, ihre Ampeln umzurüsten. In Stadthagen und dem Landkreis sei das bereits zu einem größeren Teil geschehen, sagt Günter Steierberg vom Landkreis. Der Mitarbeiter des dortigen Straßenverkehrsamtes, Bereich Verkehrsaufsicht: „Wir haben schon viele Radwege geprüft, Änderungen vorgenommen.“

 Punkte, die von dieser Umstellung betroffen sind, sind etwa die Kreuzung Bahnhofstraße/Breslauer Straße sowie der Übergang Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße. Ein Beispiel für eine Stelle, an der die bisherige Regelung weiter Gültigkeit besitzt, stellt hingegen die Kreuzung Jahnstraße/Enzer Straße dar. Die Veränderungen betreffen nur solche Ampeln, bei denen zuvor nicht schon Sonderregelungen vorhanden waren. Was das im Klartext heißt, erklärt Steierberg: „Die Umstellung findet nur an Stellen statt, an denen es vorher kombinierte Ampeln für Fußgänger und Radfahrer gegeben hat. Andere Ampeln bleiben hiervon unberührt.“

 Den Umstellungen liegen bestimmte Faktoren zugrunde: „Ich muss immer von dem langsameren Verkehrsteilnehmer ausgehen“, erklärt Steierberg. Im Vergleich zum Autofahrer sei dies nun einmal der Radfahrer. Steierberg rechnet mit Blick auf die Unterschiede, die an Ampeln bestehen, vor: „Wenn ein Radler sieben Sekunden braucht, um die Kreuzung zu überqueren, der Autofahrer hingegen nur drei, muss ich die Taktung entsprechend einrichten.“ Der Experte spricht in dem Zusammenhang von Streuscheiben, welche da einzusetzen seien. „Da müssen Schaltzeiten geändert werden. Das kann je nach der Stelle unterschiedlich laufen.“

 Bei dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Schaumburg mischt sich Verständnis für diese Maßnahme mit etwas Skepsis: „Ich sehe jetzt nicht den großen Unterschied zu der vorherigen Situation“, sagt Andreas Klausing. Der Tourenleiter Obmann des ADFC, der auch in der Stadthäger Fahrradpolitik engagiert ist, fährt fort: „Die Sache als solche macht Sinn. Ich bin auf deren Umsetzung gespannt.“

 Die drängenderen Fragen erkennt Klausing anderenorts: „Ich denke, das größte Problem liegt darin, dass viele Leute sich nicht an gegebene Vorschriften halten.“ Die ADFC-Forderungen reichen weiter: „Diese Praxis, aus Fußgängerampeln kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln zu machen, hat sich aus unserer Sicht nicht bewährt“, so Felix Wells. Der verkehrspolitische Ansprechpartner des ADFC Schaumburg fordert daher für einen flüssigen Radverkehr eigene Rad-Ampeln mit an die Räumzeit angepassten Phasen. ano

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