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Rahmen für die kommenden 20 Jahre gesetzt

Stadthagen / Rat Rahmen für die kommenden 20 Jahre gesetzt

Mit überwältigender Mehrheit hat der Rat der Stadt am Montag Abend einen neuen Flächennutzungsplan (FNP) für die Kreisstadt beschlossen. Dagegen stimmte lediglich die Gruppe Grüne/WIR.

Stadthagen (ssr). Der neue FNP löst seinen fast 30 Jahre alten Vorgänger ab. Dieser war in den vergangenen Jahren viele Male in Einzelteilen angepasst worden und damit nach Meinung von Experten kaum noch händelbar. Aller Voraussicht nach legt der frische FNP mindestens für die kommenden 15 bis 20 Jahre die umfassenden Rahmenbedingungen für die städtbauliche Entwicklung Stadthagens fest.

Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) sagte, der FNP setze neue Akzente zum Beispiel bei der Siedlungsentwicklung. Angesichts der zu erwartenden demografischen Trends werde auf die Ausweisung großer Neubauflächen verzichtet. Zwar seien immerhin rund zehn Hektar neues Bauland vorgesehen, schwerpunktmäßig aber als Ausfüllen unterschiedlich großer Baulücken im Bereich der Innenstadt.

Intensiver Bedacht sei auch gelegt worden auf dieErmöglichung besserer verkehrlicher Erschließung und Anbindung des Stadtgebietes, etwa bei der Anbindung von Gewerbegebieten an Bahngleise für den Güterverkehr. Durch den „Rahmenplan südwestliche Kernstadt“ seien im FNP erheblich verbesserte Bedingungen für die Erschließung und Nutzung des Areals am Georschacht geschaffen worden, führte Hellmann aus.

Im neuen FNP ist laut Verwaltungschef „die Regelungsdichte etwas reduziert“ worden. Das gelte insbesondere für gemischte Wohn- und Gewerbegebiete. Hellmann verwies darauf, dass der FNP in Gänze vom Stadtbauamt selber erarbeitet worden sei, „was nicht üblich ist“. Unter dem Beifall aller Fraktionen dankte Hellmann Bauamtsleiter Gerd Hegemann „und dessen Team ausdrücklich für deren hohen persönlichen Einsatz“. Die FNP-Arbeit des Amtes habe einen Gegenwert von rund 200 000 Euro, lobte die Vorsitzende des Bauausschusses, Ute Steidel (SPD).

Einzig gegen den FNP stimmte Grüne/WIR. Wie Ernst Lenk ausführte, liege das Nein ausschließlich am Thema Kleingartensiedlung „Südlich der Sophienstraße“. Aus Sicht von Grüne/WIR sei im FNP nicht mit ausreichender Sicherheit festgeschrieben, dass dort kein Baugebiet ausgewiesen werden darf.

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