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Stadthagen / Arbeitsmarkt Rahmenbedingungen verbessern

Rund 2500 Arbeitsplätze sind in Stadthagen durch den Weggang von Firmen wie Alcatel und Otis in den vergangenen Jahren verlorengegangen. Im Bereich Dienstleistung kamen einige neue hinzu, wie Bürgermeister Bernd Hellmann berichtet, diese konnten den Verlust der genannten Arbeitsplätze jedoch längst nicht auffangen. Was aber können Politik und Verwaltung tatsächlich tun, um im breiten Feld Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit tätig zu werden?

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Gleisarbeiten am Bahnhof: Die gute Bahnanbindung ist ein klarer Vorteil für den Standort Stadthagen, die fehlende Autobahnanbindung bleibt eine Schwachstelle.

Quelle: rg

Stadthagen (kle). Was Politik in jedem Fall tun könne, sei, die bestehenden Rahmenbedingungen zu verbessern, sagt Karsten Becker, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadthäger Rat. Selbstverständlich habe „Stadthagen Stärken und Schwächen“, so Becker – beispielsweise die fehlende Autobahnanbindung auf der einen Seite, auf der anderen die gute Bahnanbindung nach Hannover und Minden –, an denen die Stadt nur wenig rütteln kann. „Wenn ein Investor unbedingt an die Autobahn möchte, können wir die Gewerbesteuer noch so niedrig ansetzen, dann wird er nicht kommen“, erklärt Hellmann. Auch „gegen die Konjunktur können wir nicht arbeiten“, wenn ein Unternehmer nicht bereit sei, zu investieren, „können wir nichts machen“.

Wo Politik und Verwaltung Einfluss nehmen könnten, täten sie es auch: „Wir haben deshalb viele Flächen für Gewerbe und Industrie ausgewiesen“, so Hellmann. „Auch Familienfreundlichkeit hat einen engen Bezug zur Wirtschaft.“ Ein gutes Krippenangebot beispielsweise eröffne Eltern mehr und bessere Möglichkeiten, auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu werden, und mache Stadthagen gleichzeitig als Wohnstandort attraktiver. Förderung und enge Zusammenarbeit mit bereits ansässigen Betrieben und dem Stadthäger Einzelhandel soll zum Erhalt bestehender Arbeitsplätze beitragen. Und selbst beim B 65-Ausbau, der nicht in den Händen der Stadt liegt, sich aber in Bezug auf die Autobahnanbindung positiv auswirken soll, habe man den Landkreis immer bei dessen Planungen unterstützt.

Mit der direkten Vermittlung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt hat die Stadt selbst hingegen nichts zu tun. Die Zuständigkeit dafür liegt beim Landkreis, erklärt Heiko Tadge, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat Stadthagen. Trotzdem in diesen Bereich einzugreifen, hält er nicht für sinnvoll, „ebenengerechtes Handeln ist dabei wesentlich hilfreicher“. Das schließe selbstverständlich nicht aus, als Stadt beratend tätig zu werden und eng mit den Zuständigen zusammenzuarbeiten. In Stadthagen gab es auch schon entsprechende Kooperationen mit dem Jobcenter und der Siga, wie Hellmann berichtet.

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Landkreis / Arbeitsmarkt

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