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Rat beschließt neue Kita

Zwischenlösung bis Fertigstellung Rat beschließt neue Kita

Einstimmig hat der Rat am Montag den Bau einer neuen Kita in Stdthagen beschlossen. Die Einrichtung wird fünf Gruppen aufnehmen können und soll mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Baugebiet „Am Holzwinkel“ errichtet werden. Bis zur Fertigstellung soll eine kurzfristige Zwischenlösung gefunden werden.

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Quelle: dpa

Stadthagen. Da der Neubau bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen wird, ein erheblicher zusätzlicher Bedarf aber schon zum kommenden Kindergartenjahr anfällt, muss die Verwaltung laut Ratsbeschluss eine schnelle Zwischenlösung organisieren. Wie berichtet, sind die Nutzung eines Gebäudes am Kindergarten „Löwenzahn“ in Enzen als auch die Option einer Container-Lösung in Planung. Nicht zuletzt beschloss der Rat ein Interessensbekundungsverfahren bis Ende September für die Trägerschaft der neuen Kita.

 Jan-Philipp Beck (SPD) hob hervor, wie wichtig es sei, über den unabdingbaren Neubau hinaus auf den akuten Bedarf kurzfristig, und zwar möglichst bis zum 1. August, zu reagieren. „Dem sehr berechtigten Elterninteresse und dem zugrunde liegenden Rechtsanspruch müssen wir Rechnung tragen.“ Genau darauf habe vor einigen Wochen eine Initiative der SPD/Grünen/FDP-Mehrheit gezielt. Er sei „froh, dass jetzt eine pragmatische Lösung in Enzen möglich scheint und auch eine Container-Lösung in Betracht gezogen wird“, sagte Beck. Zudem sei zu bedenken, dass langfristig ein Bedarf zusätzlich zur geplanten neuen Kita absehbar ist, auf den unbedingt rechtzeitig reagiert werden müsse.

Neue Kita wird nicht reichen

 Dem stimmte Gunter Feuerbach namens der CDU zu. Mit der neuen Kita werde Stadthagen Betreuungsmöglichkeiten für gerade mal 25 Prozent der Kinder im Krippenalter anbieten. Die Vorgabe der Bundesregierung liege aber bei 35 Prozent, und langfristig absehbar sei nach Expertenmeinung, dass 65 Prozent der Eltern von unter Dreijährigen einen Krippenplatz wünschen. Vor diesem Hintergrund „wird unsere neue Kita nicht reichen, da kommt noch mehr auf uns zu“, so Feuerbach: „Wenn wir uns weiter als familienfreundliche Stadt aufstellen wollen, müssen wir das wuppen“.

 Richard Wilmers (WIR) betonte, dass „uns bei der Zwischenlösung für den kurzfristigen Bedarf schon die Zeit wegläuft“. Das neue Kita-Jahr beginne schließlich am 1. August. „Die Eltern wollen aber bald Sicherheit haben, was mit ihren Kindern wird“, so Wilmers: „Da muss möglichst noch vor den Sommerferien Klarheit her.“

 Von einer „richtungsweisenden Entscheidung“ für den Neubau sprach Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos). Auch er wies darauf hin, „dass wir sicherlich darüber hinaus noch weitere Schritte für zusätzliche Kita-Plätze werden einleiten müssen“. ssr

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