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Ratsausschuss: Busch-Tage „sehr teuer“

Finanzierung soll geprüft werden Ratsausschuss: Busch-Tage „sehr teuer“

Für welche Veranstaltungen sollen die 32 000 Euro ausgegeben werden, die im städtischen Etat jährlich für Events eingeplant sind? Darüber wird es nach dem einmütigen Willen des Ratsausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing eine politische Grundsatzdebatte geben. Anlass dafür gegeben hatte im Ausschuss eine Rückschau auf die ersten Wilhelm-Busch-Tage (WBT) Anfang September.

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Stadthagen.  Für diese war der städtische Etatposten im laufenden Jahr nämlich in voller Höhe draufgegangen. Zusätzlich hatten die WBT-Veranstalter noch 40 000 Euro an Sponsorengeld eingeworben. Das Gesamtbudget von 72 000 Euro ist voll ausgeschöpft worden, wie Wirtschaftsförderer Lars Masurek den Ausschussmitgliedern berichtete.
„Sehr teuer“ sei diese Veranstaltung gewesen, zu der vor allem aufgrund schlechten Wetters nur 2500 Besucher gekommen waren, merkte Jan-Philipp Beck an, Sprecher der Ampel-Mehrheitsgruppe im Rat: „Das war eine sehr durchwachsene Premiere.“ Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos), dessen Idee die WBT gewesen waren, habe im Vorfeld vom „Monmartre des Nordens“ gesprochen. Beck dazu süffisant: „Da hätte ich mir schon mehr drunter vorgestellt.“ Auch Andreas Ahnefeld (CDU) zeigte sich „betroffen, dass dafür das volle Budget ausgeschöpft worden ist“. Masurek räumte ein, dass auch die WBT-Planungsgruppe sich vorgenommen habe, bei einem von ihr angestrebten nächsten Mal in zwei Jahren „mit deutlich geringerem Budget auszukommen“.

Was in welcher Höhe finanzieren?

Beck machte deutlich, der Ampel-Koalition gehe es bei einer Grundsatzdebatte um die Frage, welche Veranstaltungen und in welcher Höhe in Zukunft aus dem städtischen Etatposten (mit)finanziert werden sollen. Es gehe nicht darum, die WBT auszuschließen, versicherte Beck, allerdings müsse man diese „attraktiver hinkriegen“. Es stelle sich aber schon die Frage, ob nicht andere Events wie zum Beispiel „Fiskuß“ mit deutlich geringerem Geldeinsatz wirkungsvoll unterstützt werden könnten. Außerdem sei grundsätzlich zu fragen, ob nochmals der gesamte Etatposten für nur eine Veranstaltung verwendet werden sollte. Ahnefeld machte sich namens der CDU ebenfalls für eine Grundsatzdebatte stark.

70 Prozent mit WBT zufrieden

Masurek hatte eingangs von den Ergebnissen einer WBT-Besucherumfrage berichtet, an der 400 Personen teilgenommen hatten. Demnach waren 70 Prozent mit dem Event zufrieden oder sehr zufrieden, 27 Prozent fanden es okay. Besonders gut seien die 3D-Malereien und die Jedermann-Ausstellung angekommen. 50 Prozent der Besucher seien aus Stadthagen gekommen, 27 Prozent aus dem Landkreis, 13 Prozent aus der Region Hannover.
In einer Auswertung habe die WBT-Planungsgruppe einigen Verbesserungsbedarf festgestellt. Das betreffe beispielsweise den zu späten Beginn des Marketings. Außerdem wurde es als ratsam erachtet, weniger Programmpunkte anzubieten, „dafür mehr echte Höhepunkte“. Der Schwerpunkt solle dabei auf Straßenkunst gelegt werden, so Masurek.

ssr

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