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Ratsgymnasium nimmt neues Teleskop in Betrieb

Vom Dach bis zur Unendlichkeit Ratsgymnasium nimmt neues Teleskop in Betrieb

 In einer klaren Nacht Ende September nach unzähligen Stunden der Vorbereitung ist es soweit gewesen: Der Blick in die Sterne war frei. Mit dem neuen Newton-Teleskop in der Sternwarte des Ratsgymnasiums ist es Seminarleiter Marc Flader mit tatkräftiger Unterstützung seiner Schüler gelungen, ein eigenes Foto vom Cirrus-Nebel in 1500 Lichtjahren-Entfernung machen.

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Physik-Student Niclas Schreiber kennt sich mit dem Newton-Teleskop bestens aus.

Quelle: geb

Stadthagen. „Voller Aufregung bin ich mit dem Bild durch das Lehrerzimmer gerannt, aber die Reaktion war gespalten“, erinnert sich der Physiklehrer. „Die einen meinten, wir hätten wohl besser noch einmal über die Linse geputzt, die anderen wollten gleich mehr sehen“, so Flader. Mittlerweile durften sich auch Gäste ein Bild von den unendlichen Weiten machen.

 Schulleiterin Angelika Hasemann bedankte sich besonders beim Förderverein, der 5500 Euro der 6000 Euro teuren Gerätschaft übernommen hatte. Dass der tragende Aufbau nicht noch kostspieliger wurde, ist Hausmeister Klaus Last zu verdanken, denn der fertigte den Metallfuß in der Sternwarte kurzerhand selbst an.

Blick in den Himmel hat Tradition

Die Sternenguckerei hat an dem Gymnasium eine lange Tradition. „Schon in den sechziger Jahren war die Sternwarte Alleinstellungsmerkmal der Schule“, erinnert Hasemann. Lehrer Gerd Klugmann leitete jahrelang den Blick der Schüler in den Himmel. Zunächst nur ein Teleskop mit Dreibein, bekam die Anlage 1996 die Kuppel für 60000 Deutsche Mark gestiftet, ein Klassenraum ist direkt darunter eingerichtet. Auch durch den Einsatz von Jan Schreiber und Niclas Kretschmer aus dem Abiturjahrgang 2015, nun Studenten der Uni Hannover, ist der Raum mittlerweile zur technischen Leitstelle avanciert.

 Die Bilder aus dem Teleskop werden direkt von einem Rechner verarbeitet und sind auf dem Display schärfer zu erkennen als durch die herkömmliche Linse. „Das Teleskop hat eine Brennweite von 1000 Millimetern und eine Zehn-Zoll-Öffnung. Die Bilder der Hauptkamera werden wegen der Erdrotation durch eine Guiding-Kamera korrigiert“, erklärt Schreiber.

 Beeindruckende Aufnahmen vom Herznebel in 7500 Lichtjahren Entfernung oder einer Großaufnahme des Mondes, zusammengesetzt aus 500 Einzelbildern zieren schon die Wände wie Trophäen.

 „Die Schüler haben die gesamte Planung des Apparats übernommen“, betont Flader. Die Lehrer haben nur darauf geachtet, dass die Kosten nicht durch die Decke gehen. Für eine weitere Anschaffung kann sich der Physiklehrer allerdings schon jetzt begeistern: „Die Kuppel müssen wir bisher noch per Knopfdruck drehen, wodurch das Bild etwas verwackeln kann. Eine automatisch angepasste Rotation wäre eine lohnende Investition.“ geb

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