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Ratsgymnasium setzt auf Solarstrom

Stadthagen Ratsgymnasium setzt auf Solarstrom

Das Ratsgymnasium in Stadthagen bezieht seit Anfang Dezember günstigen Solarstrom vom eigenen Dach. In den Herbstferien ist die von einem privaten Investor zur Verfügung gestellte Photovoltaikanlage zur Freude von Schulleiterin Angelika Hasemann pünktlich fertiggestellt worden.

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 Dieter Ahrens (von links), Angelika Hasemann und Jörg Farr genießen die Aussicht über die Solaranlage vom höchsten Punkt des RGS.

Quelle: tbh

Stadthagen. Ein Grund für die schnelle Realisierung ist laut Dieter Ahrens, Geschäftsführer der Firma Ahrens Solartechnik, dass der private Investor Lars Tettenborn unter Zeitdruck stand. Die Solaranlage auf dem Dach der RGS ist nämlich ein Ersatz für die bei einem Brand im Dezember 2014 zerstörte Anlage auf der Lagerhalle der Firma K&B in Nienstädt (wir berichteten). Aufgrund der Versicherungsregelung mussten die Sonnenkollektoren innerhalb eines Jahres ersetzt werden, die Halle ist jedoch noch nicht wieder aufgebaut.

Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern produzieren 699 Module rund 90.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht etwa einem Drittel des jährlichen Verbrauchs (250.000 Kilowattstunden) des RGS und der angrenzenden Kreissporthalle. Die Anlage auf dem Dach des RGS ist bereits die fünfte, die eine Schaumburger Schule mit Strom versorgt. Die sechste, im Gymnasium Adolfinum in Bückeburg, soll laut Landrat Jörg Farr ebenfalls in Kürze eingeweiht werden.

Der Landkreis stellt nach Worten von Farr die Dächer seiner Liegenschaften privaten Investoren kostenfrei zur Verfügung und kauft im Gegenzug die von den Solaranlagen produzierte Energie zu günstigeren Preisen ein. Mit Tettenborn wurde ein Vertrag über 21 Jahre geschlossen. Bei einer jährlichen Strompreiserhöhung von drei Prozent kann der Landkreis über 21 Jahre rund 95.000 Euro an Energiekosten einsparen.

Da die Energie nicht in das Stromnetz eingespeist wird, habe die Firma Ahrens bereits bei der Installation darauf geachtet die Solarzellen so auszurichten, dass über den ganzen Tag verteilt Strom erzeugt wird. Weniger effizient mit Blick auf den Energieverbrauch sei es, lediglich mittags eine hohe Leistung zu haben, erklärte Ahrens. Über ein Display, das in der Mensa angebracht ist, können Schüler und Lehrer nachvollziehen, wie viel Strom gerade produziert wird.

Das soll Hasemann zufolge aber nicht die letzte Energiesparmaßnahme am RGS bleiben. „Wichtig ist, dass es in den Köpfen der Schüler ankommt“, betont die Schulleiterin. Unter anderem wurde ein Klimaschutzteam bestehend aus Schüler, Lehrer und Eltern gegründet. Und auch im Schulalltag sollen die Schüler für Sparmaßnahmen sensibilisiert werden. Dazu gehört zum Beispiel auf Stoßlüften zu achten und nicht alle Lichtleisten auch am Tag einschalten.

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