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Stadthagen Stadt Raubüberfall: Anklage erhoben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Raubüberfall: Anklage erhoben
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00:17 16.01.2017
Quelle: Symbolfoto (dpa)
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Stadthagen

Dem angeklagten 23 Jährigen, der seit der Tat in Untersuchungshaft sitzt, drohen nach Auskunft von Pressesprecher Nils-Holger Dreißig fünf bis 15 Jahre Haft. Dreißig teilte auf der Basis der von der Staatsanwaltschaft gewonnen Erkenntnisse bisher nicht bekannte Einzelheiten zum Tathergang mit. Demnach hätten sich der Angeklagte sowie ein Mittäter, dessen Identität nicht bekannt ist und der sich noch auf der Flucht befindet, vor dem Überfall vermummt. Der Angeklagte habe eine geladene Schreckschusspistole und einen Maurerhammer mit sich geführt.

Die beiden Männer drangen nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in das Wohnhaus im Villenviertel ein und überwältigten das dort lebende Ehepaar. Der Ehemann habe Verletzungen durch Tritte erlitten, die Ehefrau sei von einer Treppe gestoßen und dabei verletzt worden.

Die beiden Männer hätten Bargeld von dem Ehepaar verlangt, woraufhin dieses 100 Euro aushändigt habe. Dasselbe sei mit einer ec-Karte inklusive Pin-Nummer geschehen. Danach durchsuchten die Räuber laut Dreißig die Wohnung und nahmen „Schmuck von erheblichem Wert“ an sich.

Anschließend drängten die Maskierten nach Darstellung von Dreißig das Ehepaar in den Keller, wo es gefesselt zurückgelassen wurde. Sodann hätten die Räuber ihre Suche nach Wertgegenständen fortgesetzt.

Mittäter konnte entkommen

In der Zwischenzeit hatte, wie berichtet, ein aufmerksamer Nachbar die Polizei alarmiert. Diese traf im Keller des Wohnhauses auf den Angeklagten. Dieser versuchte nach den Worten von Dreißig zwar zu flüchten, er wurde aber auf der Straße vor dem Haus von zwei Polizisten festgenommen. Der Mittäter konnte freilich unerkannt entkommen. Gegen diesen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin. Der Angeklagte schweigt sich über seinen Mittäter aus.

Nach Angaben von Dreißig liegt die Akte derzeit bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Bückeburg. Der Pressesprecher rechnet fest damit, dass die Hauptverhandlung vor dem 21. April eröffnet wird. Denn dann endet die sechsmonatige Untersuchungshaft des Angeklagten, aus der dieser entlassen werden müsste, sollte die Hauptverhandlung nicht vorher in Gang gekommen sein.

Nach Schilderung von Dreißig hat der Angeklagte die Tat eingeräumt. Er habe als Motiv angegeben, bei anderen Personen Schulden zu haben. Diese hätten ihn zu einer solchen Tat gedrängt, um an Geld zu kommen. ssr

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