Stadthagen (ssr). Gleichzeitig warb Masurek eindringlich dafür, „erst eine ganze Saison ablaufen zu lassen, ehe man eine ernsthafte Zwischenbilanz zieht“. Denn in den Wintermonaten biete der Wochenmarkt „ein sehr komprimiertes Bild“, vor allem wegen der fehlenden Außengastronomie. Da ergebe sich zwangsläufig die ein oder andere Lücke.
„Die optischen Vorteile der großzügigeren neuen Aufstellung mit integrierter Außengastronomie und einer gut bevölkerten Begegnungsfläche um den Brunnen herum werden erst im Sommerhalbjahr so richtig zur Wirkung kommen“, kündigte der Wirtschaftsförderer an.
Richard Wilmers (WIR) verlangte unter Bezugnahme auf mit Marktbeschickern und Kunden geführte Gespräche „eine Überarbeitung des Konzeptes“. Das weite Auseinanderziehen des Wochenmarktes „gleichsam in zwei Teile diesseits und jenseits des Brunnens hat nach Einschätzung Vieler die Attraktivität nicht gerade erhöht“, stellte Wilmers in den Raum. „Das Konzept ist sicher nicht in Stein gemeißelt“, kommentierte Ausschussvorsitzender Karsten Becker. Masurek signalisierte seitens der Verwaltung „Veränderungsbereitschaft“, betonte aber erneut, erst müsse ein volles Jahr abgewartet werden.
Aus den Reihen der Ausschussmitglieder kam zudem der Wunsch, die Vielfalt der Markthändler noch zu erhöhen. „Wir bemühen uns gezielt, ergänzende Angebote zu akquirieren“, reagierte Masurek. Vor allem müssten dabei junge Kunden und Familien im Blick sein, „um einer Überalterung der Wochenmarkt-Kundschaft entgegen zu wirken“. Mit einem noch breiteren Angebot sowie mit erweiterten Marketing-Ansätzen wolle man „Kunden aus einem Umkreis von etwa zwölf Kilometern ansprechen“. Masurek: „Wir wollen Wochenmarkt für Schaumburg sein.“
Bald Markt am Abend?
Auch zwei ungewöhnliche Anregungen kamen von den Wirtschaftspolitikern des Rates:
Der von der CDU in den Fachausschuss entsandte Bürgervertreter Detlef Schröter schlug vor, über einen abendlichen Markt jeweils am Donnerstag zumindest in den Sommermonaten nachzudenken. Derartige Angebote seien andernorts sehr beliebt und würden noch mal eine andere Klientel ansprechen.
Christoph Bremer (Grüne) bemerkte, dass „sich vom Preisniveau her viele Einkäufe auf dem Wochenmarkt nicht leisten können“. Er regte an, „sich Gedanken zu machen, ob die Angebotspalette in dieser Hinsicht erweitert werden könnte“.
Im statistischen Durchschnitt gebe ein Wochenmarktkunde pro Einkauf rund 20 Euro aus, wusste Wirtschaftsförderer Lars Masurek zu berichten.
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