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Rechtsanspruch erfüllt

Ausreichend Kita-Plätze in Stadthagen Rechtsanspruch erfüllt

Zum Anfang August gestarteten Kita-Jahr vermeldet die Stadtverwaltung, dass sie den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen kann. Im Krippenbereich fehlen allerdings stadtweit aktuell neun Plätze, wie Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage mitteilt.

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STADTHAGEN. Der Verwaltungschef präzisiert, dass zwar jedes angemeldete Kindergarten-Kind einen Platz bekommen hat, allerdings nicht jeder gezielte Bedarf von Eltern erfüllt werden konnte. Heißt konkret: Es gibt bei den eher unbeliebten Vormittagsplätzen mehr Plätze als Anmeldungen. Bei den Nachmittagsplätzen sowie den Ganztagsplätzen hingegen wird ein Fehlbedarf von jeweils drei Plätzen verzeichnet. „Wir erfüllen also den Rechtsanspruch, können diesen aber nicht punktgenau bedarfsgerecht abdecken“, formuliert Theiß. Für „die meisten“ Eltern konnte der Wunsch nach einem bestimmten Kindergarten erfüllt werden, fügt der Bürgermeister hinzu.

 Im Krippenbereich gebe es aktuell neun Plätze zu wenig. Allerdings kämen die neuangemeldeten Kinder erst am kommenden Montag. „Erst dann wird sich herausstellen, ob es Doppelanmeldungen gegeben hat, oder einige Kinder einfach doch nicht gebracht werden“, erläutert Theiß. Schon jetzt stehe aber fest, dass alle Krippenkinder, bei denen ein oder zwei Elternteile arbeiten, einen Platz bekommen haben. Diese hätten Vorrang. Nicht bedacht worden sind aktuell also neun Eltern, die nicht arbeiten. Mit diesen wird es nach den Worten von Theiß in den kommenden Tagen Gespräche über Übergangslösungen geben. Denkbar sei beispielsweise eine Betreuung durch die Krippen-Tagespflege in Obernwöhren oder durch Tagesmütter.

Anbei an Kindergarten Löwenzahn

 Voraussichtlich im kommenden Frühjahr werden die Umbauarbeiten an einem städtischen Gebäude direkt am Kindergarten Löwenzahn in Enzen beendet sein, kündigt Theiß an. Dann kann dort eine zusätzliche Kita-Gruppe mit 25 Plätzen eingerichtet werden. Das werde für eine gewisse Entlastung sorgen. Ob die weitere angedachte Übergangslösung durch Kita-Container weiter verfolgt wird, ist laut Theiß noch offen: „Diese Variante hat sich als sehr teuer herausgestellt.“ Daher suche die Verwaltung auch nach einer Alternative in einer Bestandsimmobilie. Derzeit liefen Gespräche mit entsprechenden Gebäudeeigentümern. Welche Immobilien im Blick sind, will Theiß derzeit nicht sagen.

 Noch etwa zwei Jahre wird es nach Angaben der Verwaltung dauern, bis der geplante Kita-Neubau Am Holzwinkel bereitsteht. „Wir werden in absehbarer Zeit das Grundstück kaufen, die Planungen für das Gebäude sind bereits angelaufen“, beschreibt Theiß den aktuellen Stand. Im laufenden Interessenbekundungsverfahren für die Trägerschaft der neuen Kita haben laut Theiß bisher vier Einrichtungen signalisiert, dass sie sich bewerben werden. Das Verfahren läuft bis Ende September.

 Für die kommenden Monate erwartet Theiß eine Zunahme des Bedarfs an Kita-Plätzen. Denn gewöhnlich würden im Laufe eines Kita-Jahres noch Kinder nachgemeldet. Das geschehe durch Zuzüge oder weil Kinder das entsprechende Alter erreichen. Dann müsse in jedem Einzelfall über eine Übergangslösung gesprochen werden. Kurzfristig könne beim Thema Kita-Plätze in Stadthagen also nicht von Entspannung gesprochen werden. ssr

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