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Rekordwert bei Aufklärungsquote

Stadthagen / Kriminalitätsstatistik Rekordwert bei Aufklärungsquote

Die Mitarbeiter des Polizeikommissariats Stadthagen waren im vergangenen Jahr so erfolgreich wie noch nie. Fast 65 Prozent aller der Polizei gemeldeten Fälle wurden von den Beamten gelöst.

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Stadthagen (bes). Mit diesen Zahlen habe man nicht gerechnet, zumal die Aufklärungsquote des Stadthäger Kommissariats deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt, wie Michael Panitz, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik sagte. Niedersachsenweit liegt dieser Wert bei etwa 61 Prozent.

 Insgesamt registrierten Panitz und dessen Kollegen im Jahr 2011 im Bereich des Kommissariats mehr als 2700 Straftaten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen leichten Anstieg. Zugenommen hat auch die Zahl der Körperverletzungen und der Vermögensdelikte. Die Zahl der einfachen Körperverletzung stieg um 34 Prozentpunkte, bei der Zahl der gefährlichen Körperverletzungen habe es ein „gleichbleibendes Niveau“ gegeben“, so Panitz.

 Bei den Vermögensdelikten meldeten die Beamten besonders bei der sogenannten Beförderungserschleichung einen Anstieg. „Wir liegen an der S-Bahn-Strecke Minden-Hannover“, argumentierte Panitz. Auf dieser seien in der Vergangenheit verstärkt Kontrollen durchgeführt worden. Auch beim Missbrauch von EC- und Kreditkarten-Daten gab es einen Anstieg. Dies führten die Ermittler auch auf den sorglosen Umgang mit Pins und Kontonummern zurück. Angesichts der hohen Spritpreise sei auch der Tankbetrug angestiegen.

 Zudem verzeichneten die Beamten auch mehr Betäubungsmitteldelikte, was laut Panitz jedoch auch darauf zurückzuführen sei, dass er und seine Kollegen sich verstärkt auf den Bereich Drogen konzentriert haben. „Wir haben die richtigen Ansätze gefunden, die Szene zu verunsichern“, führte der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes aus. Insgesamt 18 Prozent mehr Straftaten registrierten die Ordnungshüter in diesem Bereich. Das Hauptaugenmerk legten die Beamten dabei auf den Konsum von Cannabisprodukten. Zu den Tätern gehörten auch zwei 13-Jährige, was laut Panitz erschreckend sei. Ebenso erschreckend sei auch, wenn Eltern die Taten ihrer Sprösslinge mit der Aussage „Das habe ich früher auch gemacht“ abtäten.

 Erfreulich war nach Ansicht von Kommissariatsleiter Wolfgang Kanngießer auch der Rückgang bei der Zahl jugendlicher Straftäter. Deren Quote sank im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte. Allerdings erhöhte sich die Zahl der Heranwachsenden, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Kanngießer und Panitz vermuteten dahinter allerdings die altersbedingte Verschiebung von Tätergruppen.

 Für das laufende Jahr haben sich Panitz und Kanngießer zum Ziel gesetzt, die „Aufklärungsquote zu festigen“ und das Engagement bei der Bekämpfung der Betäubungsmitteldelikte fortzusetzen. Die Erfolge des vergangenen Jahres seien jedoch auch der guten Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen und anderen Institutionen zu verdanken, machte der Kommissariatsleiter deutlich.

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