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Remeringhausen ab 2018 gestrichen

MPS wird kleiner Remeringhausen ab 2018 gestrichen

Mit dem Veranstaltungswochenende auf dem Rittergut Remeringhausen bei Stadthagen ist für das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) eine der letzten komplett durchgeführten Saisons zu Ende gegangen. Ab 2018 ist damit jedoch Schluss - unter anderem auch in Remeringhausen.

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Auf dem Rittergut Remeringhausen sind die Ritter 2017 zum letzten Mal in Aktion zu erleben.

Quelle: fwi

Stadthagen/Bückeburg. Schon im August hatte Gisbert Hiller, Gründer und Chef des größten reisenden mittelalterlichen Kulturfestivals der Welt, die bundesweite Fangemeinde schlagartig aufhorchen lassen, als er ankündigte, die bislang auf 25 Wochenenden in 22 Städten aufgeteilte Großveranstaltung aus gesundheitlichen Gründen nur noch zwei volle Jahre durchführen zu wollen. Nach Remeringhausen steht fest: Hillers Gesundheit lässt nur noch ein Jahr als Chef-Organisator zu und Remeringhausen ist ab 2018 kein MPS-Standort mehr.

Schrittweiser Ausstieg

Seine Gesundheit lasse ihm keine andere Wahl, als bereits früher mit dem schrittweisen Ausstieg zu beginnen, teilte der MPS-Chef aus Drensteinfurt mit. Die 2018 beginnenden Veränderungen werden auch die heimischen MPS-Fans zu spüren bekommen: Zwar soll Bückeburg weiterhin wie gewohnt an zwei Wochenenden im Juli stattfinden, der Spielort Remeringhausen bei Stadthagen fällt jedoch ab 2018 der Streichliste zum Opfer. Gleiches gilt für Luhmühlen, Leipzig, Wassenberg, Basthorst, Dresden, Aach und Hohenlockstedt.

Im Jahr 2019 folgen dann Bad Säckingen, Borken und Maxlrain. An welchen dieser Standorte Hillers bisheriger Aufbauleiter Dirk Melchior mit seiner Firma DiTo Events anschließend mit einer eigenen Mittelalter-Veranstaltung in die Fußstapfen des MPS-Gründers tritt, steht derzeit noch nicht fest.

Eine Handvoll Veranstaltungsorte

Bis 2025 will sich Hiller mit dem MPS auf eine Handvoll Veranstaltungsorte zurückziehen. Welche das im einzelnen sind, ließ der Mittelalter-Chef offiziell bislang offen, deutete aber mehrmals an, dass Bückeburg als zweitgrößter und zweiterfolgreichster Standort der Veranstaltungsreihen zum engeren Kreis der Favoriten zählt. Nichtsdestotrotz gehen die Veränderungen beim MPS auch an der ehemaligen Residenzstadt nicht vorüber. So werden dort bereits im kommenden Jahr einige bekannte MPS-Akteure fehlen. Mit dem Marktmeister Thomas Rusdorf hat sich in diesem Jahr ein echtes Urgestein in den Ruhestand verabschiedet.

Tränenreich fiel in Remeringhausen der Abschied von der langjährigen Heerlagerbetreuerin Silvie Miller aus. Ascans Taverne, einer der alteingesessenen Marktbeschicker, war in dieser Saison ebenfalls zum letzten Mal dabei.

Eine MPS-Pause legen nach acht Jahren die Mittelalterrocker Metusa aus Weissach ein. Und wohl endgültig zerschnitten ist das Tischtuch zwischen Gisbert Hiller und der niederländischen Pagan-Folk-Band Omnia, nachdem die Gruppe zwei fest gebuchte Auftritte in Hohenlockstedt und Remeringhausen Knall auf Fall absagte.

Fiddler's Green kommen wieder

Dafür ließ Gisbert Hiller bereits jetzt durchblicken, worauf sich die MPS-Besucher musikalisch im kommenden Sommer in Bückeburg freuen können. So werden neben den Publikumslieblingen Saltatio Mortis, Versengold, Rapalje und Saor Patrol zum zweiten Mal die Erlanger Folk-Barden Fiddler’s Green dort aufspielen. Auch die Hildesheimer Pagan-Folk-Musiker von Waldkauz kehren auf die Mausoleumswiese zurück.

Wer bis zur Rückkehr des großen Mittelalter-Zirkus nach Bückeburg im Juli oder nach Remeringhausen im Oktober nicht warten kann, hat die Gelegenheit, eine große Zahl an Musikern, Künstlern und Markthändlern des MPS auf dem „Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt“ (PMLW) im Dortmunder Fredenbaumpark zu erleben. Dort gastiert der Markt vom 24. November bis zum 1. Januar.  jp

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