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Risiko durch Weihnachts-Lichter?

Stadthäger Streit geht weiter Risiko durch Weihnachts-Lichter?

Gegen weihnachtliche Beleuchtung in der Krummen Straße hat Carsten Alexander Pohl nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Handfeste Sicherheitsbedenken haben den Hauseigentümer erst dazu veranlasst, ein Stromkabel entfernen zu lassen, das an seinem Haus befestigt war. Seitdem ist dieser Straßenzug dunkel (wir berichteten).

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STADTHAGEN. „Mir gefällt die Beleuchtung eigentlich sehr gut. Ich würde dafür auch meine Hauswand zur Verfügung stellen“, sagt der Stadthäger gegenüber dieser Zeitung. Doch die unangekündigte und – seiner Meinung nach – unsachgemäße Installation habe er nicht in Kauf nehmen wollen. Seitdem das benachbarte Haus abgerissen worden ist, muss ein Haken offenbar nicht nur die eine Lichterbahn halten, sondern noch ein etwa 22 Meter langes Stromkabel. Pohl, erst seit eineinhalb Jahren Besitzer dieses Hauses, fürchtet um seine Dachgaube, aber auch um das Wohl der Passanten. Als Elektriker Anfang vergangener Woche vor Ort waren und einen Defekt an dieser Stelle nicht haben reparieren können, wie der Hausbesitzer schildert, habe er die Handwerker gebeten, das schwere Kabel zu entfernen. Das befolgten die Elektriker auch.

Pohl fragt sich außerdem, warum die Stromleitung nicht an den städtischen Verteilerkästen angeschlossen werden kann. Dann müssten auch nicht meterlange Kabel von Hauswand zu Hauswand gehen.

Die Sorge Pohls vor einem Herabstürzen der Lichter scheint nicht unberechtigt: Tatsächlich krachte vor zwei Jahren an der Niedernstraße die Installation auf zwei Autos.

Günter Raabe versteht die Aufregung nicht

Doch wer haftet, wenn die Dekoration wegen der Doppelbelastung Schäden am Haus verursacht, oder – noch schlimmer – ein weiteres Mal herabstürzt und jemanden verletzt? Im Bauamt habe Pohl nur den pauschalen Verweis auf die rechtliche Verantwortung des Hauseigentümers im Schadensfall bekommen. Auch gegenüber den SN machte die Verwaltung trotz mehrmaligen Nachfragens keine verbindliche Aussage zur Rechtslage.

Stadtmarketing-Sprecher Günter Raabe wundert sich derweil über das Aufsehen. „Seit 20 Jahren oder länger installieren wir die Weihnachtsbeleuchtung. Wenn wir vorher jeden Eigentümer um Erlaubnis bitten müssten, könnten wir gleich darauf verzichten“, so Raabe. Im nächsten Jahr werde aber für die Krumme Straße eine andere Lösung gefunden.

Generell würde sich Pohl wünschen, dass neue Hauseigentümer gefragt werden, bevor die Stadt oder eben das Stadtmarketing auf Gebäude zurückgreifen, die ihnen nicht gehören. Dann hätte man in diesem Fall vielleicht von vornherein eine andere Lösung finden können.

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