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Stadthagen Stadt Rocker-Clublokal „schärfer in den Blick nehmen“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Rocker-Clublokal „schärfer in den Blick nehmen“
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20:34 05.05.2011
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Stadthagen (ssr). Das Thema hatte zwar nicht auf der Tagesordnung gestanden, aber der polizeiliche Großeinsatz am vergangenen Wochende bei einem unangemeldeten Konzert der Hooligan-Musikgruppe „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ in dem Clublokal wurde von den Politikern aktuell aufgegriffen.

„Es müssen alle rechtlichen Möglichkeiten bis zum Letzten ausgenutzt werden, dem Treiben in diesem Clubheim engstmögliche Grenzen aufzuzeigen“, forderte Ausschussvorsitzende Ulrike Koller (SPD). Die „Red Devils“ hätten zum Beispiel dort keine Gaststätten- und Schankerlaubnis, und das müsse auch unbedingt so bleiben.

„Mich und viele andere stört das Ölfass vor dem Gebäude, in dem regelmäßig Feuer brennt“, schilderte Siegfried Voigt (SPD). Martin Heil (SPD) erwähnte kursierende Hinweise auf Verbindungen der „Red Devils“ zur überregionalen Rockergang „Hells Angels“ und fügte dem an: „Solche Typen brauchen wir hier nicht, wir müssen den Blick darauf haben und enge Grenzen setzen.“

Der im Ausschuss anwesende Leiter des Polizeikommissariats Stadthagen, Wolfgang Kanngießer, ging auf die angesprochene Verbindung zu den „Hells Angels“ nicht direkt ein, widersprach der Äußerung Heils aber auch nicht. Kanngießer berichtete, nach dem Polizeieinsatz am Sonnabend (30. April) habe es intensive Abstimmungsgespräche der Polizei mit der Stadt und dem Landkreis mit Blick auf das weitere Vorgehen gegeben.

Die Behörden werden demnach den wöchentlichen Treff der Gruppe jeden Montagabend in der nächsten Zeit genauer in Augenschein nehmen, kündigte der Polizeichef an. Zudem werde aus Sicht des Brandschutzes überprüft, ob dort alles mit rechten Dingen zugeht. Kanngießer berichtete, dass die Akteure der „Red Devils“ auf „dringende Hinweise oder Anweisungen der Polizei bisher immer sehr kooperativ reagiert haben“. Das habe auch am vergangenen Sonnabend gegolten.

Koller fasste die einhellige Auffassung im Ausschuss zusammen, nach der eine bestmögliche Prävention eventuelle mit der Örtlichkeit verbundene Gefährdungen verhindern soll: „Null Toleranz gegen jedes mögliche illegale Verhalten.“

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