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Rückenwind für freies WLAN

Stadthagen Rückenwind für freies WLAN

Ein kostenfreier WLAN-Zugang in der Fußgängerzone – diese Idee der CDU könnte bald Wirklichkeit werden. Denn bei den anderen Ratsfraktionen stößt die Anregung auf Gegenliebe.

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Stadthagen. Wie berichtet taxiert die Stadthäger CDU die bei diesem Service für die Stadtkasse anfallenden Kosten auf etwa 5000 Euro jährlich. Die Union hat angekündigt, einen entsprechenden Antrag im Rat einzubringen.
„Grundsätzlich halte ich das für eine gute Idee“, sagte auf Anfrage der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan-Philipp Beck. Der Service könne dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu verbessern. „Im Straßencafe zu sitzen und kostenlose WLAN-Nutzung zu haben wäre für Bürger und Gäste eine schöne Sache.“ Allerdings gelte es noch zu klären, schränkte Beck ein, welche Surf-Geschwindigkeit mit den 5000 Euro zu erreichen ist. Ein leistungsschwaches Angebot helfe nicht weiter. In Obernkirchen, wo es seit einiger Zeit kostenloses WLAN in der Altstadt gebe, „scheint es mit der Geschwindigkeit Probleme zu geben“, wusste Beck zu berichten.
„Wir stehen dem Vorschlag positiv gegenüber“, stellte Lothar Biege namens der Gruppe WIR/FDP-fest. Das zusätzliche Angebot sei zielführend, wenn sich Stadthagen touristisch noch besser positionieren wolle. Die Kosten seien überschaubar. Noch nicht endgültig festlegen wollte sich Maria Börger-Sukstorf (Grüne): „Ich brauche erst noch weitere Informationen über die technischen Details und die Kosten.“ Sie räumte aber ein, dass „heute fast jeder ein Smartphone besitzt und es Sinn macht, wenn er auf öffentlichen Flächen kostenlosen WLAN-Zugang hat“.
Günther Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen, begrüßte den Vorstoß der CDU: „Das würde mit Sicherheit zur Steigerung der Attraktivität der Stadt beitragen.“
Ablehnend stehen die Fraktionen hingegen dem CDU-Vorschlag für einen „Bürger-Radar“ gegenüber. Den Vorstellungen der Union nach sollen dabei Bürger mittels einer App Mängel direkt auf der Internet-Plattform der Stadt melden können. Ein Koordinator in der Stadtverwaltung soll die Hinweise prüfen und binnen zwei Tagen einen Bearbeitungshinweis geben. Ist der Mangel behoben, soll der Bürger informiert werden.
„Das Beschwerde-Management in der jetzigen Form reicht“, kommentierte Börger-Sukstorf: „Jeder kennt die Telefonnummer des Rathauses und kann auf diese Weise seine Beschwerde loswerden.“ Beck wies darauf hin, dass der Vorstoß einen erhöhten Personalaufwand nach sich ziehen würde: „Ich frage mich, ob es nicht wichtigere Bereiche gibt, wo man Personal aufstocken könnte.“ Biege befürchtet „eine gewisse Gefahr des Denunziantentums, wenn auf diese bequeme Art und Weise alles und jedes gemeldet werden kann.“ ssr

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