Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
SMS-Appell verhallt unerhört

Stadthagen SMS-Appell verhallt unerhört

Günter Raabe hat an die Geschäftsleute in der Innenstadt appelliert, ihre Läden an den Adventssonnabenden bis 18 Uhr zu öffnen. Der Vorsitzende des Stadtmarketing-Stadthagen (SMS) rennt mit seinem neuerlichen Vorstoß jedoch nicht bei allen Geschäften offene Türen ein.

Voriger Artikel
Bi wehrt sich gegen Ahrens-Ausbau
Nächster Artikel
Ratsgymnasium übergibt 3600 Euro

Gähnende Leere am Nachmittag: Viele Geschäftsleute in der Innenstadt sehen deshalb keinen Sinn darin, ihre Öffnungszeiten zu verlängern.

Quelle: rg

Stadthagen (ber). „Wenn man sich als Einkaufsstadt präsentiert, ist es gerade in der Weihnachtszeit wichtig, dass Kunden sonnabends durchgehend bis abends einkaufen können“, erklärt Raabe, der in der Vergangenheit bereits vergeblich gefordert hatte, dass alle Geschäfte in der Innenstadt sich an einheitliche Öffnungszeiten halten und auf eine Mittagspause verzichten.

Auch diesmal gibt es Gegenwind aus den Reihen der Ladenbetreiber. „Herr Raabe ist nicht derjenige, der mir Anweisungen geben kann. Selbstständigkeit bedeutet, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich meinen Laden öffne und wann ich ihn schließe“, erklärt Rolf Esch, der im Feinkostgeschäft „Le Vin Rouge“ an der Niedernstraße französische Spezialitäten verkauft. „Sonnabendnachmittags ist hier an der Niedernstraße eh tote Hose.“

Auch im Modegeschäft „Die Zwei“ hat Verkäuferin Doris Winter diese Erfahrung gemacht. „Wir haben es ausprobiert. Aber es lohnt sich für uns einfach nicht. Die Kunden haben das nicht genutzt. Deshalb haben wir beschlossen, die Öffnungszeit am Sonnabend auf 16 Uhr zu begrenzen.“

Auf den Appell reagiert und ihr Schuhhaus an der Oberstraße an Adventssonnabenden bis 18 Uhr geöffnet hatte in der Vergangenheit auch Ingrid Rode-Behrens. „Herr Raabe ist nicht der Erste, der auf diese Idee gekommen ist. Wir haben es lange versucht, und es hat nicht funktioniert. Nach 15.30 Uhr ist hier gar nichts mehr los.“ Vor zehn Jahren sei die Situation noch anders gewesen. Als Erklärung führt Rode-Behrens neben der Konkurrenz durch den Online-Handel auch die gesunkene Kaufkraft der Stadthäger an, insbesondere durch den Abzug großer Arbeitgeber wie Otis oder Alcatel.

Dietmar Behrens hat als Kunde festgestellt: „Mir als Mann fehlt es an Anreizen, um in Stadthagen einzukaufen. Außer Hagemeyer gibt es keinen Herrenausstatter mehr. Das war früher mit Kolossa oder Hosen-Wilkening anders.“

Für Juwelier Joachim Held lohnt es sich nach eigenen Angaben dagegen schon, an den Adventssonnabenden bis 18 Uhr zu öffnen. „Das mache ich, seitdem ich selbstständig bin.“ Aus seiner Sicht ist es schade, dass nicht alle Geschäfte mitziehen. „Je mehr Läden geöffnet haben, desto mehr lohnt es sich für die Kunden, in die Innenstadt zu kommen.“

Was meinen Sie: Sollten die Geschäfte in der Stadthäger Innenstadt im Advent sonnabends bis 18 Uhr öffnen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an sn@madsack.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg