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SMS fordert mehr Tempo

Stillstand in Stadthagen SMS fordert mehr Tempo

Harte Worte: Trägheit hat Günter Raabe Verwaltung und Politik bei den Themen Leerstand, Fachärztezentrum, Verkehrsführung und Innenstadtbelebung attestiert. Bei der jüngsten Versammlung des Vereins sagte der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins (SMS): „Mir dauert das alles viel zu lange.“

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Quelle: pr.

Stadthagen. Die Liste seiner Kritikpunkte beinhaltete außerdem Bauruinen, die das Stadtbild verschandeln, mangelnde Kundenfreundlichkeit und schlechte Verkehrsführung. Weitere „Dauerbrenner“, die dem SMS-Chef unter den Nägeln brannten, waren das geplante Fachärztezentrum, der Cityring und die Krumme Straße. Raabes allgemeine Forderung: Mehr Tempo.

Denkmalschutzvorgaben schrecken ab

Der Grund für die von Raabe so wahrgenommene Stagnation in der Kreisstadt: Es gebe „zu viele Personen, die bei den Prozessen mitreden wollen“. Darüber hinaus schrecke die strikte Handhabung von Denkmalschutzvorgaben Investoren ab. Verwaltung und Politik müssten nach Meinung des SMS-Vorsitzenden der Wirtschaftlichkeit Vorrang einräumen.

Das „Festhalten an alter Bausubstanz um jeden Preis“ bringe die Stadt nicht weiter, sagte Raabe mit Blick auf die Kreft-Häuser an der Klosterstraße und die Bauruinen an der Krummen Straße. „Ich will damit nicht zum Kahlschlag raten, aber eine gewisse Geländegängigkeit würde uns nicht schaden“, mahnte er an.

Es gelte, mit Einkaufsvielfalt zu werben und den Handel anzukurbeln. „Unsere Innenstadt könnte eine Runderneuerung vertragen.“ Dafür müssten Leerstände wie die an der Niedernstraße bekämpft und kundenfreundlichere, einheitliche Öffnungszeiten eingeführt werden.

Theiß wehrt sich gegen Kritik

„Man muss die Altstadt differenziert betrachten“, wehrte sich Bürgermeister Oliver Theiß gegen das Argument der zu strikten Einhaltung des Denkmalschutzes. Es seien viele Abrisse genehmigt worden. In Einzelfällen sei die Verwaltung auch bereit, „sich sehr weit in Richtung Wirtschaftlichkeit“ zu bewegen.

Obgleich der Verwaltungschef einräumte, dass auch ihm einiges zu lange dauere. Zum Teil müssten aber „sehr dicke Bretter gebohrt werden“. Der Bürgermeister wollte jedoch auch keinen Zweifel daran lassen, dass die nötige Hartnäckigkeit vorhanden sei. tbh

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