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Stadthagen Stadt SMS pocht auf Gegenverkehr
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt SMS pocht auf Gegenverkehr
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00:25 05.09.2014
Den Zustand, dass die Krumme Straße nur von West nach Ost durchfahren werden kann, möchte das Stadtmarketing Stadthagen möglichst bald beendet sehen. Quelle: js
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Stadthagen

Mit dieser Zielsetzung wolle die SMS-Spitze in absehbarer Zeit erneut auf die Stadtverwaltung zugehen. „Wir müssen uns nochmal zusammensetzen und neu über die Problematik nachdenken“, forderte der SMS-Chef und fügte hinzu: „Wenn Stadthagen vorankommen will, müssen wir mit Blick auf eine kundenorientierte Verkehrsführung etwas tun – und dazu gehört die Öffnung der Krummen Straße für den gegenläufigen Verkehr.“ Denn dann könnten aus Richtung Bad Nenndorf kommende Autofahrer zügiger an Ziele in der Altstadt und im Westen der Stadt gelangen.

 Die von der Leitung des städtischen Bauamts geäußerten Argumente gegen eine Öffnung sind nach Meinung von Schulz nicht stichhaltig. So sei die Krumme Straße nicht zu eng für eine gegenläufige Verkehrsführung. „Diese Straße ist nicht enger als andere Straßen in Stadthagen, die weitaus mehr Verkehr aufnehmen müssen, wie etwa die Wallstraße“, führte Schulz in diesem Zusammenhang ins Feld. Die Einführung von Gegenverkehr sei also auf der gegenwärtigen Breite des Straßenzuges machbar, ist sich Schulz sicher.

 Der Hinweis aus dem Bauamt, durch eine Änderung würde massiv Durchgangsverkehr in die Altstadt gezogen, muss laut Schulz ernst genommen werden: „Das müssen wir tatsächlich vermeiden.“ Aber: Das sei durch verkehrsberuhigende Maßnahmen zu gewährleisten. Bei einer Vermeidung von Durchgangsverkehr würden auch die Bedenken relativiert, führte der SMS-Vorsitzende weiter aus, nach denen bestimmte Verkehrsknotenpunkte den zusätzlichen Verkehr nicht ohne Rückstaus aufnehmen könnten.

Meinungen gehen auseinander

Die Meinungen der wenigen am betreffenden Abschnitt der Krummen Straße verbliebenen Geschäftsleute zum Thema Gegenverkehr gehen auseinander:
„Ich fände Gegenverkehr hier gut, weil mehr Kunden problemloser mit dem Auto direkt zu uns kommen könnten“, sagt Muhammed Rauf, Inhaber von „Tele-Café + City-Shop“.
Anders die Einstellung von Axel Prasuhn, Inhaber der „Kaminofenecke“. Er meint: „Zwei Fahrbahnen und Gegenverkehr würden es nicht bringen, weil dann noch höhere Geschwindigkeiten zu befürchten wären.“ Damit das heute vorgeschriebene Tempo 20 eingehalten wird, fordert Prasuhn mehr Kontrollen und verkehrsberuhigende Maßnahmen. Zudem würden die Autos bei Gegenverkehr noch dichter an den Häusern vorbei fahren und diese teilweise beschmutzen.
Ähnlich sieht das Bernd Gerlach von der Kneipe „Meeting“. „Wir können hier nicht noch mehr Verkehr gebrauchen, wir würden uns im Gegenteil mehr Verkehrsberuhigung wünschen, etwa durch geschwindigkeitsmindernde Huckel.“  ssr

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