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Stadthagen Stadt SPD: Mehr Struktur in der Jugendpflege
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt SPD: Mehr Struktur in der Jugendpflege
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21:49 21.08.2017
Vor allem um Jugendliche, die stark alkoholisiert in der Innenstadt auffallen, soll sich vermehrt gekümmert werden. Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)
STADTHAGEN

Dies haben sowohl der Ausschussvorsitzende Thomas Pawlik als auch Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses unter beifälligem Kopfnicken etlicher Ratskollegen angemahnt.

Guten Kontakt aufbauen

Rösemeier-Tietjen verwies als Beispiele auf das Gelände des Wez-Einkaufsmarktes, auf einige Spielplätze und auf Stellen auf den Wallanlagen, an denen Gruppen von Jugendlichen oft mit Alkohol anzutreffen seien und die dabei auch lauter würden. Stadtjugendpfleger Ralf Cordes berichtete dazu, für die offene Jugendarbeit, die sich um diese Jugendlichen kümmern soll, sei vor einiger Zeit eine zusätzliche Stelle in der städtischen Jugendpflege eingerichtet worden: „Seitdem sind wir in der sogenannten aufsuchenden Jugendarbeit aktiver.“ Es komme darauf an, zu den betreffenden Jugendlichen einen guten Kontakt aufzubauen und dann mit ihnen zusammen Perspektiven zu entwickeln. „Wir sind an den genannten Stellen des Öfteren vor Ort“, so Cordes. Ihm sei allerdings bewusst, dass auf diesem Arbeitsfeld „noch einiges offen ist“.

Kerstin Blome-Soontiens (SPD) wollte wissen, ob es aus der Bürgerschaft Hinweise gebe, wenn Jugendliche sich störend verhalten. Dieses sei der Fall, bestätigte Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Aber auch aus den Reihen der Jugendlichen selber, etwa den beim Dirt-Park aktiven, kämen Hinweise, wenn andere junge Leute aus dem Rahmen fallen. „Dann versuchen wir zu reagieren und möglichst umgehend vor Ort zu sein“, so Freimann.

Weiterer Graffiti-Workshop geplant

Das Thema war in Anknüpfung an einen Bericht von Cordes über aktuelle Schwerpunkte der Arbeit der hiesigen Jugendpflege aufgekommen. Hierbei nannte Cordes beispielsweise den offenen Abendsport, mit dem jetzt stärker auf Mädchen zugegangen werden soll. Geplant sei in Zusammenarbeit mit der Hagenburger Jugendarbeit zudem ein weiterer Graffiti-Workshop. Zu tun habe die Jugendpflege zudem mit der weiteren Vernetzung aller möglichen Akteure, die in der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen unterwegs sind.

Pawlik (SPD) bemerkte im Anschluss an den Bericht von Cordes, er würde sich „ein strukturierteres Vorgehen der Jugendpflege wünschen“. Es müsse darum gehen, für die verschiedenen Aufgaben bewusst Prioritäten zu setzen und abzuarbeiten. Außerdem müsse es mehr konkrete Umsetzungsschritte von Geplantem geben, fügte Pawlik hinzu. Im Bericht habe er Aussagen zu den Punkten eines Jugendtreffs, der Zukunft der früheren Eisbahn und der Spielraumplanung vermisst. Diese Kritik blieb seitens der Verwaltung ohne Reaktion. ssr