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SPD: Theiß setzt falsche Akzente

Kritik an Schulpolitik des Bürgermeisters SPD: Theiß setzt falsche Akzente

„Irritiert“ zeigen sich Mitglieder der SPD in Stadthagen über die von Bürgermeister Oliver Theiß getätigten Stellungnahmen zu den Gewalt- und Mobbingvorwürfen an der Grundschule Am Sonnenbrink. Wie berichtet, hatte Theiß das Problem zur „Chefsache“ erklärt.

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Quelle: SN

Stadthagen.  Tenor der Sozialdemokraten: Anstatt sich auf seine Außenwirkung zu konzentrieren, solle der Verwaltungschef lieber innerhalb seines Hauses Ressourcen für die städtische Sozialarbeiterin schaffen. Auch der Bürgermeister selbst solle sich hinterfragen: Warum gehen seine Kinder auf die Grundschule An der Bergkette, obwohl die Familie in der Kernstadt wohnt und die Kinder auf die Grundschule Am Sonnenbrink gehen müssten?

 Doch von vorn: Die Stadt ist als Schulträger der Grundschulen für die räumliche Ausstattung zuständig. Einfluss auf die pädagogische Arbeit hat sie nicht. „Das sollte einem Verwaltungschef eigentlich klar sein“, sagt Thomas Pawlik, bei der SPD zuständig für Schulfragen.

 Statt öffentlich „schnelle Schlagzeilen zu produzieren“, sollte ein Verwaltungschef eher intern den Kollegen der Grundschule Am Sonnenbrink den Rücken stärken und ihre herausfordernde Arbeit würdigen und wertschätzen, sagt Michael Lenz, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. „Schöne Schlagzeilen helfen da nicht weiter.“

 Die Verwaltung sollte sich vielmehr auf die Kernaufgaben im Schulbereich konzentrieren. Die SPD nennt ein Beispiel: Die städtische Sozialarbeiterin hat nach Ansicht der Sozialdemokraten keine Ressourcen für Einzelfallhilfe, soziale Gruppenarbeit oder Gemeinwesenarbeit an den Schulen. Stattdessen kümmere sie sich fast ausschließlich um die Organisation der Ganztagsbeschulung.

 Optimale Rahmenbedingungen für den Schulbetrieb zu gewährleisten, das müsste Chefsache sein – „und nicht das Schwächen des pädagogischen Personals durch unnötiges Einmischen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

 Der Ortsverein sei überzeugt, dass die Vielfalt der Grundschule Am Sonnenbrink als Chance begriffen werden muss. Vielfalt heiße allerdings auch, dass diese Schule Kinder aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten besuchen dürfen und müssen. Pawlik: „Da geht unser Bürgermeister leider nicht mit gutem Beispiel voran.“ vin

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