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Stadthagen Stadt SPD will „Schreddertage“ einführen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt SPD will „Schreddertage“ einführen
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00:29 11.10.2014
Geht es nach der SPD-Fraktion, könnten in Stadthagen bald mehrere kostenlose Annahmestellen für Grünschnitt entstehen. Quelle: rg
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Stadthagen

„Stadthagen ist eine Stadt mit vielen Grünanlagen. Hierzu tragen wesentlich die Bürgerinnen und Bürger durch Anpflanzungen auf ihren Grundstücken bei“, heißt es zur Begründung im Antrag der Fraktion. Diese Anpflanzungen setzten gute – und nach Ansicht der SPD-Fraktion kostenlose – Entsorgungsmöglichkeiten für den anfallenden Grünschnitt voraus.

 Der Plan der Sozialdemokraten sieht vor, zweimal jährlich in der Kernstadt und in den Ortsteilen „wohnortnahe Annahmestellen“ einzurichten, bei denen Grundstücksbesitzer ihren Grünschnitt kostenlos anliefern können. Um die Zulieferungen für alle sicherzustellen, sollen „Lösungen im Sinne des bürgerschaftlichen und nachbarschaftlichen Engagements“ angeregt werden. Veranschlagt hat die SPD-Fraktion für das Projekt im Haushaltsplan 2015 rund 15000 Euro.

 „Wenn das die letzte Lösung ist, werden wir das wohl mittragen“, vermutet Gundula Donjes (WIR). Allerdings habe die WIR/FDP-Fraktion darüber noch nicht beraten.

 Auch die CDU-Fraktion hat bislang nicht über den Antrag gesprochen. „Es gibt ein sehr, sehr großes Interesse, da eine Lösung im Sinne der Bürger zu finden“, sagte Ratsmitglied Bernd Englich im Gespräch mit den SN. Er selbst sehe aber nicht nur die Stadt, sondern auch den Landkreis in der Verantwortung. Dort wird derzeit in den Gremien über ein neues Konzept diskutiert, das allerdings nach SPD-Angaben keine kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten vorsieht.

 Gerüchten, denen zufolge vereinzelt Grundstücksbesitzer ihren Grünschnitt illegal verbrennen, widerspricht die Polizei. Nach den Worten von Pressesprecher Axel Bergmann sind bislang keine entsprechenden Meldungen eingegangen.

Verbrennen nur noch im Ausnahmefall

Die Stadtverwaltung weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass keine allgemeine Erlaubnis zum Verbrennen von Grünabfällen mehr möglich ist. Grünschnitt wird nach der derzeitigen Rechtslage als Abfall behandelt, das Verbrennen ist nur noch in seltenen Ausnahmefällen möglich. Entsprechende Anträge können bei der jetzt zuständigen Kreisverwaltung gestellt werden. Nach Auskunft des Landkreises liegen bislang sieben Anträge vor, von denen noch keiner genehmigt ist. aw

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