Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
SPD will „Schreddertage“ einführen

Stadthagen SPD will „Schreddertage“ einführen

Abgeschafft sind sie schon seit gut sechs Monaten, und doch sorgen die Brenntage jetzt wieder für Gesprächsstoff – zumindest indirekt: Die SPD-Fraktion im Stadthäger Rat fordert die Einführung sogenannter „Schreddertage“ als alternative Möglichkeit, Grünschnitt zu entsorgen.

Voriger Artikel
Soziokultur braucht eine andere Förderung
Nächster Artikel
Weitere Behinderungen auf Jahnstraße

Geht es nach der SPD-Fraktion, könnten in Stadthagen bald mehrere kostenlose Annahmestellen für Grünschnitt entstehen.

Quelle: rg

Stadthagen. „Stadthagen ist eine Stadt mit vielen Grünanlagen. Hierzu tragen wesentlich die Bürgerinnen und Bürger durch Anpflanzungen auf ihren Grundstücken bei“, heißt es zur Begründung im Antrag der Fraktion. Diese Anpflanzungen setzten gute – und nach Ansicht der SPD-Fraktion kostenlose – Entsorgungsmöglichkeiten für den anfallenden Grünschnitt voraus.

 Der Plan der Sozialdemokraten sieht vor, zweimal jährlich in der Kernstadt und in den Ortsteilen „wohnortnahe Annahmestellen“ einzurichten, bei denen Grundstücksbesitzer ihren Grünschnitt kostenlos anliefern können. Um die Zulieferungen für alle sicherzustellen, sollen „Lösungen im Sinne des bürgerschaftlichen und nachbarschaftlichen Engagements“ angeregt werden. Veranschlagt hat die SPD-Fraktion für das Projekt im Haushaltsplan 2015 rund 15000 Euro.

 „Wenn das die letzte Lösung ist, werden wir das wohl mittragen“, vermutet Gundula Donjes (WIR). Allerdings habe die WIR/FDP-Fraktion darüber noch nicht beraten.

 Auch die CDU-Fraktion hat bislang nicht über den Antrag gesprochen. „Es gibt ein sehr, sehr großes Interesse, da eine Lösung im Sinne der Bürger zu finden“, sagte Ratsmitglied Bernd Englich im Gespräch mit den SN. Er selbst sehe aber nicht nur die Stadt, sondern auch den Landkreis in der Verantwortung. Dort wird derzeit in den Gremien über ein neues Konzept diskutiert, das allerdings nach SPD-Angaben keine kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten vorsieht.

 Gerüchten, denen zufolge vereinzelt Grundstücksbesitzer ihren Grünschnitt illegal verbrennen, widerspricht die Polizei. Nach den Worten von Pressesprecher Axel Bergmann sind bislang keine entsprechenden Meldungen eingegangen.

Verbrennen nur noch im Ausnahmefall

Die Stadtverwaltung weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass keine allgemeine Erlaubnis zum Verbrennen von Grünabfällen mehr möglich ist. Grünschnitt wird nach der derzeitigen Rechtslage als Abfall behandelt, das Verbrennen ist nur noch in seltenen Ausnahmefällen möglich. Entsprechende Anträge können bei der jetzt zuständigen Kreisverwaltung gestellt werden. Nach Auskunft des Landkreises liegen bislang sieben Anträge vor, von denen noch keiner genehmigt ist. aw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg