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Sand als Problemlöser

Keine Wachsleichen in Stadthagen Sand als Problemlöser

Deutschlandweit haben Friedhöfe derzeit mit sogenannten Wachsleichen zu kämpfen –  also mit Toten, die nach ihrer Bestattung nur sehr langsam verwesen. Auf den Stadthäger Friedhöfen St. Martini und Kleine Eichen ist dies jedoch kein Thema, berichtet Friedhofsmeister Gerd Giesendorf.

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Auf dem Stadthäger St.-Martini-Friedhof gibt es derzeit keine Probleme mit Wachsleichen.

Quelle: archiv

STADTHAGEN. „Hier in Stadthagen sind wir zum Glück nicht davon betroffen. In meiner Heimatstadt in Hessen ist das aber ein Riesenproblem.“
Vielerorts sind lehmige und feuchte Böden für die Entstehung von Wachsleichen verantwortlich. Weil in diesen Fällen nur wenig Luft an die Leichen kommt, zieht sich der Prozess der Verwesung in die Länge. Aus den Hautfetten der Verstorbenen wird dabei Leichenwachs, der sich wie eine Schutzhülle um die sterblichen Überreste legt und diese gewissermaßen konserviert. So sind teilweise noch 40 Jahre nach der Bestattung die Gesichtszüge der Verstorbenen zu erkennen. Deshalb sehen sich jetzt immer mehr Friedhöfe dazu gezwungen, ihre Ruhezeiten zu erhöhen.
Auf den Stadthäger Friedhöfen hingegen bleiben 30 Jahre Ruhezeit ausreichend. Probleme mit feuchten Böden durch Grundwasser gebe es bei keiner der Begräbnisstätten, erklärt Giesendorf. Auf dem St.-Martini-Friedhof könnten sogar in bis zu 2,60 Metern Tiefe Särge eingelassen werden, ohne dass sich dies verzögernd auf die Verwesung auswirke.

Beisetzungsart aktuell sehr beliebt

Diese Form der Beisetzung sei aktuell sehr beliebt, weil so an einer Grabstelle zwei Särge übereinander beigesetzt werden können. Dadurch könne man viel Geld sparen, erklärt der Friedhofsmeister.
Andernorts gelten Tiefenbestattungen als problematisch. Je tiefer ein Sarg liegt, desto weniger Sauerstoff gelangt normalerweise an die Leiche. In Stadthagen wurde dieses Problem durch das Dazuschütten von Sand umgangen, der luftdurchlässiger ist. Zudem begünstigt die Lage des St.-Martini-Friedhofes die Verwesung. Denn das Gelände liegt ebenerdig. So sammelt sich nicht punktuell Wasser, wie es zum Beispiel in einer Senke der Fall wäre, erläutert Giesendorf. Zudem sei der Boden überaus schieferhaltig und sorge damit für eine „natürliche Belüftung.“ lht

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