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Sanierung des Tennenplatzes zu teuer

Jahnstadion Sanierung des Tennenplatzes zu teuer

Mittlerweile drei Jahre ist es her, dass der FC Stadthagen mit der Bitte an die Stadt herangetreten ist, den Tennenplatz im Jahnstadion zu sanieren. Auf dem Platz selbst ist bisher nichts passiert, denn die Planungen im Hintergrund gestalten sich schwieriger, als sich vermuten ließe.

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Statt des Aschenplatzes am Jahnstadion hat die Verwaltung nun den B-Platz für eine Sanierung ins Auge gefasst.

Quelle: rg

Stadthagen. Maßgeblich dafür sind zwei Gründe wie Iris Freimann, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, erläutert. Für die Umgestaltung des Ascheplatzes – ein Hybridrasen soll ihn ganzjährig bespielbar machen – hatte die Stadt 285000 Euro eingeplant. Bei näheren Untersuchungen habe sich laut Freimann jedoch herausgestellt, dass die Sanierung deutlich teurer werden könne. So habe man sich entschieden, statt des C-Platzes den B-Platz in Augenschein zu nehmen. „Da müssten wir mit der Summe hinkommen“, so Freimann.

Das zweite und weitaus schwerwiegendere Problem bereite die Finanzierung. Der FC sei davon ausgegangen, dass es für die Maßnahme Förderung seitens des Landessportbundes gibt, sodass die Planungen seitens der Stadt vorangeschritten seien, wie Freimann erläutert. Allerdings: „Die Förderrichtlinien sind nicht auf unseren Fall zugeschnitten.“ Das Modell sei für Vereine gedacht, die eigene Flächen besitzen oder diese gepachtet haben und diese komplett selbst bewirtschaften – und eben auch sanieren müssen. Der Landessportbund wolle keine kommunale Förderung. Das schließe auch eine versteckte ein, also wenn die Stadt mit dem FC jetzt noch schnell eine Nutzungsvereinbarung treffen würde. Dies habe in der Vergangenheit bereits zu Problemen geführt. „Die Stadt hat Angst, dass wir später große Summen zurückzahlen müssten“, erklärt auch der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Niklas Schmidt und verweist auf einen ähnlich gelagerten Fall in einer der Samtgemeinden.

50 Prozent ZILE-Förderung möglich

Vor diesem Hintergrund habe er nach alternativen Fördertöpfen gesucht und sei auf ZILE (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) gestoßen, erklärte Schmidt in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses. Die mögliche Höhe der Förderung, rund 50 Prozent der Maßnahme, sei vergleichbar mit den Mitteln des Landessportbundes. 20 Prozent würde der FC tragen, den Rest die Stadt.

Die Prüfung dieser Möglichkeit sei jedoch noch nicht abgeschlossen, betont Freimann, „wir wollen schließlich auf der sicheren Seite sein und das beste Ergebnis für die Stadt und natürlich auch den Verein erzielen“.

Der FC Stadthagen wird indes ungeduldig, wie die Reaktion von Carsten Meier im Ausschuss gezeigt hat. Der Vertreter der ARGE ist ehemaliger FC-Vorsitzender und ist auch als reguläres Mitglied nach wie vor engagiert bei dem Thema: „Das Ding ist von 2014, wie lange sollen wir uns denn noch vertrösten lassen?“, zeigte Meier deutlich seinen Ärger.

Und auch die Freiwilligen der Feuerwehr Stadthagen dürften sich fragen, wo ihre Feste demnächst stattfinden sollen, denn die Stadt hatte ihnen den B-Platz für diesen Zweck immer überlassen. col

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