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Sanierung nicht sinnvoll

Schlossgartencafé Sanierung nicht sinnvoll

Nach Einschätzung des  beauftragten Architekten ist die Bausubstanz der vom Feuer betroffenen Teile des Stadthäger Schlossgartencafés so schwerwiegend beschädigt, dass eine Sanierung weder sinnvoll noch empfehlenswert ist. Das hat Bürgermeister Oliver Theiß mitgeteilt.

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Gilt als nicht sinnvoll: die Wiederherrichtung des brandgeschädigten Vorbaus des Schlossgartencafés.

Quelle: rg

Stadthagen. Im Vorfeld erfolgte ein Abstimmungsgespräch mit den Fraktionschefs. „Verwaltung und Politik sind durch die neue Faktenlage zum Umdenken gezwungen“, bekannte Theiß. Der bisherige Ratsbeschluss einer sogenannten „kleinen Lösung“, Vor- und Nebenbau des Cafés für rund 140000 Euro in alter Form wiederherzustellen, sei aufgrund der neu gewonnenen Erkenntnisse nicht umsetzbar.

Ein Neubau würde 400 000 Euro kosten

Ein Neubau der betroffenen Gebäudeteile an derselben Stelle in gleicher Größe würde nach der Einschätzung des Architekten rund 400 000 Euro kosten. „Das entspricht fast schon dem Betrag, der für zwischenzeitlich angedachte Modelle einer ,großen Lösung‘ fällig würde“, machte Theiß deutlich. Wie berichtet, war dabei zum Beispiel an den Bau eines lichtdurchfluteten Kubus in direkter Nachbarschaft des Hauptgebäudes gedacht, der mit diesem durch einen überdachten Gang verbunden wäre. Diese Variante würde nach Berechnungen von Experten etwa 485 000 Euro kosten.

Die Vorsitzenden aller Ratsfraktionen betonten nach dem Abstimmungsgespräch übereinstimmend, dass „nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden soll“, wie Jan-Philipp Beck (SPD) bestätigte. „Wir wollen einen Konsens herstellen“, fügte Richard Wilmers (WIR) hinzu. „Es geht um eine gemeinsame Suche nach einer Lösung, die dem Schlossgartencafé eine gute Zukunftsperspektive eröffnet“, sagte Heiko Tadge (CDU).

Ergebnisoffener Prozess

Die Politiker und der Verwaltungschef bekräftigten, dass bei dem Entscheidungsprozess betroffene Vereine und Interessenverbände intensiv einbezogen werden sollen – unter anderem der Renaissanceverein, der Verkehrsverein und die Schaumburger Landschaft. „Wir sind offen für Ratschläge und Anregungen“, betonte Theiß. Zudem sei über die Fachkenntnisse des städtischen Bauamtes hinaus eventuell externe fachliche Expertise erforderlich. Eine Vorfestlegung oder auch nur eine Tendenz für eine bestimmte Lösung gebe es momentan nicht, so die Fraktionschefs. Beck: „Es handelt sich um einen ergebnisoffenen Prozess.“

Laut Beck soll es sich „um einen, kurzen, intensiven Prozess“ handeln. Konkret: Noch vor Weihnachten soll die Politik sich für ein Modell entscheiden. Denn die dafür erforderlichen Finanzmittel sollen dann noch in den Haushalt 2017 eingestellt werden. „Ziel ist es, definitiv im Jahr 2017 zu bauen“, unterstrich Tadge unter Kopfnicken aller anderen Fraktionschefs und von Theiß. ssr

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