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Sanierung wird deutlich teurer

Stadthäger Schlossgartencafé Sanierung wird deutlich teurer

Das historische Lusthaus im Schlossgarten ist viel maroder als bisher angenommen. Konsequenz: Die Sanierung wird deutlich mehr als 140 000 Euro kosten – der bisher geplante Betrag. Das hat das städtische Bauamt den Mitgliedern des Planungs- und Bauausschusses des Rates bei einem Ortstermin demonstriert.

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Architekt Horst Dieter Faltz (links) demonstriert den Ausschussmitgliedern die maroden Balken im Schlossgartencafé.  

Quelle: RG

Stadthagen. Welche Kosten letztlich fällig werden, konnte Bauamtsleiter Gerd Hegemann noch nicht sagen. Dazu müsse erst die Bestandsaufnahme der Schäden beendet werden. Er kündigte eine genaue Kalkulation für die Februar-Sitzung des Fachausschusses an. Im Lusthaus soll wieder ein Café eingerichtet werden.

Der mit dem Projekt beauftragte Architekt Horst Dieter Faltz zeigte den Baupolitikern im entkernten Lusthaus jede Menge morscher Balken. Diese waren bisher durch eine Innenverkleidung verdeckt gewesen.

Gerd Hegemann macht Arbeiten von '94 verantwortlich

Hegemann erläuterte, für die Schäden sei vor allem eine Sanierung von 1994 verantwortlich. Dabei seien für die unteren Teile der Wände Gasbeton-Steine verwendet worden, die Feuchtigkeit speichern und an das Holz weiter geben. Zudem seien die Balken von außen mit Kunststoffen belegt worden, was den Prozess des Verfaulens weiter beförderte. „Von außen sieht das Lusthaus wunderbar aus, aber hinter der Fassade modern die Balken“, fasste Hegemann zusammen.

Fazit: Ein erheblicher Teil der Balkenkonstruktion muss erneuert werden. Teile der Wände sollen mit weichgebrannten Ziegeln und mehreren Lehmschichten rekonstruiert werden. Die asbestverseuchte Dachbedeckung wird ersetzt. Ein gewisser Trost: Zumindest das Fundament und der Dachstuhl sind nach Erkenntnissen von Faltz in einem guten Zustand.

Sprecher aller Fraktionen betonten, trotz höherer Kosten an der Sanierung auf jeden Fall festhalten zu wollen. „Es ist die Pflicht der Stadt, dieses Baudenkmal zu erhalten“, fasste Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) den Tenor zusammen.
Klar wurde freilich auch: Ein Café-Betrieb wird auf keinen Fall wie geplant schon im kommenden Sommer aufgenommen werden können. Von der Schadenserhebung und den weiteren Planungen abgesehen, schätzte Faltz allein schon die reine Bauzeit auf „ein halbes bis ein dreiviertel Jahr“.

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