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Satte Nachzahlung

Grundschule Am Stadtturm Satte Nachzahlung

Böse Überraschung: Eine satte Nachzahlung an Stromkosten für die Grundschule Am Stadtturm in Höhe von sage und schreibe 33346 Euro muss die Stadt für die Jahre 2012 und 2013 leisten. Diese Bilanz stieß im Rat der Stadt bei allen Seiten auf starke Verwunderung.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Stadthagen. Die plötzlichen Mehrkosten haben nach Darstellung der Verwaltung zwei Ursachen: Zum einen war in den Jahren 2011 und 2012 durch Ablesefehler eines Bediensteten der Stadt jeweils ein viel zu geringer Stromverbrauch angenommen worden. Dabei hatte auch die Installation eines neuen Stromzählers eine Rolle gespielt. Die falschen Daten waren damals niemandem aufgefallen. Dafür ist nun gegenüber dem Stromversorger ein Ausgleich fällig.

 Zum anderen ist der Stromverbrauch als Folge des Anbaus der Mensa und der Küche enorm angestiegen. Waren im Jahr 2008 noch – fehlerfrei – 30350 Kilowattstunden abgelesen worden, waren es im Jahr 2013 hingegen 143350 Kilowattstunden. Waren im Jahr 2008 an Stromkosten 5465 Euro angefallen, stieg diese Summe im Jahr 2013 auf 35939 Euro. Auch dieses schlägt sich in der fälligen Nachzahlung nieder.

 „Ein Klopper“ sei der Ablesefehler, schimpfte Gunter Feuerbach (CDU): „Das wäre jedem normalen Bürger aufgefallen.“ „Ich arbeite schon lange im Rat mit, aber ein solcher Vorgang ist neu für mich“, bemerkte Ratsvorsitzender Gerd Tüting (SPD). Lothar Biege (FDP) meinte: „Da muss doch das Controlling greifen.“ Bürgermeister Oliver Theiß räumte ein: „Dieser Fehler hätte auffallen können und sollen.“ Es werde beim Ablesen und dessen Kontrolle nunmehr aber „ganz genau hingeschaut“, versicherte der Verwaltungschef.

 Was den immensen Anstieg des Verbrauchs angeht, wollte wie viele andere Ratsmitglieder auch Ulrike Koller (SPD) wissen, „wieso es in dieser Höhe dazu kommen kann“. Dies sei vor allem dadurch zu erklären, „dass sehr große Gebäudevolumen angebaut worden sind“, antwortete Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Gerade die Küche und die Mensa verursachten einen hohen Energieverbrauch. Zudem sei die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb zu berücksichtigen.

 Daraufhin forderte Richard Wilmers (WIR) einen Vergleich der Verbräuche aller drei Stadthäger Grundschulen, die alle unter ähnlichen Bedingungen arbeiteten. Auch Heiko Tadge (CDU) schlug vor, den Energieverbrauch der Schulen „auf den Prüfstand zu stellen“, um auszuloten, „was technisch und organisatorisch für Veränderungen möglich sind, um Energie zu sparen“. Hegemann sicherte zu, die nötigen Daten bei der Erstellung des nächsten Energieberichts zu liefern.

 Die Ratsmitglieder beschlossen mit zusammengebissen Zähnen, der außerplanmäßigen Aufwendung in der genannten Höhe zuzustimmen. ssr

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