Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Sauberkeit: Theiß scheitert vorerst

Stadthäger Ausschüsse lassen Konzept durchfallen Sauberkeit: Theiß scheitert vorerst

Vorerst gescheitert ist Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) mit seinem „Konzept Stadtbild“ zur Verbesserung der Sauberkeit und Grünflächenpflege. Mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit haben die Ausschüsse für Planung und Bauen sowie für Sicherheit und Ordnung in ihrer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend empfohlen, das Konzept zur Überarbeitung an die Verwaltung zurück zu verweisen.

Voriger Artikel
Ferienprogramm für Kinder
Nächster Artikel
Steckt 42-Jähriger hinter dem Aldi-Überfall?

Hauptsächlich um wild weggeworfenen Müll geht es beim Thema Sauberkeit in Stadthagen.

Quelle: rg

Stadthagen. Um mehr Sauberkeit und gepflegtere Grünflächen zu erzielen, „könnte man viel Geld in die Hand nehmen und im Baubetriebshof zwei neue Stellen schaffen“, führte Theiß ins Thema ein. Doch weil das angesichts der Haushaltslage unmöglich sei, schlage die Verwaltung einen anderen Weg vor: „Es geht nur mithilfe der Bürger und der Schulen.“

 Demnach sollen Schulklassen in festgelegten Bereichen der Stadt für Sauberkeit sorgen. Alle Schulen, mit denen bisher Gespräche geführt worden seien, hätten positive Signale gegeben, so Theiß. Darüber hinaus solle für Bürgerpaten geworben werden, „die kleinste öffentliche Grünflächen der Stadt, wie sie etwa in verkehrsberuhigten Zonen um gepflanzte Bäume herum vorhanden sind, pflegen und von Müll beseitigen“.

 Um das Bewusstsein dafür zu schärfen und „das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“, soll laut Theiß ein Ideen-Wettbewerb für ein Logo „Schönes Stadthagen“ veranstaltet werden. Für diesen soll mit der Verteilung eines Faltblattes an alle Haushalte geworben werden. Angedacht ist im Konzept auch die Anschaffung eines Multifunktionsfahrzeugs (Kosten: 80000 Euro), das bisher von Hand bearbeitete Grasflächen auf Randstreifen mähen und Bürgersteige von Grünbewuchs befreien kann.

 Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) meldete namens der rot-grünen Ratsmehrheit etliche Bedenken an. Zunächst einmal müsse „die Struktur des Baubetriebshofes überprüft werden“. Die Idee der Bürgerpaten sehe man sehr kritisch. „Wir sind skeptisch, ob sich da Leute finden.“ Zudem seien erst noch Haftungs- und Versicherungsfragen zu klären. Und nicht zuletzt werde das Management der Patenschaften „Bürokratie erzeugen“. Schwammig bleibe, was in dem Faltblatt stehen und was es koste. Unklar sei auch, ob eine Notwendigkeit für das teure Multifunktionsfahrzeug bestehe. Insgesamt sei das Konzept in vielen Punkten nicht konkret genug.

 Auch vonseiten der CDU und der Gruppe WIR/FDP erhielt Theiß einige kritische Anmerkungen. So bezeichnete CDU-Sprecher Heiko Tadge die Vorlage als „relativ schwaches Konzept“. Lothar Biege (FDP) merkte an, das sei „wohl eher eine Ideenskizze“. Gleichwohl gab es aus diesen beiden Richtungen grundlegende Zustimmung.

 Trotz eines eindringlichen Appells von Theiß („Wir müssen in Sachen Sauberkeit endlich einen Schritt weiter kommen.“) verwies die rot-grüne Mehrheit mit 9:5 Stimmen bei zwei Enthaltungen das Konzept an die Verwaltung zurück.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg