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Schaffermahl: Klaus Hilgenfeld wird Kohlkönig

Festrede hält Pastor Jörg Böversen Schaffermahl: Klaus Hilgenfeld wird Kohlkönig

Es ging am Sonnabend auf 22 Uhr zu, als Günther Bartels das größte Geheimnis des Schaffermahls lüftete. „Der Kohlkönig sitzt hier im Raum. Und er ist männlich“, verriet der Moderator vom Verkehrsverein mit einem Augenzwinkern.

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Ob diese beiden Schaffermahl-Gäste zu diesem Zeitpunkt schon wissen, aus welcher Richtung der neue Kohlkönig kommt? 

Quelle: fwi

Eine Aussage, die angesichts der mehr als 300 männlichen Gäste die Spannung im Ratskeller allerdings kaum zu lösen vermochte.

Erst als Bartels weitere Details über den Auserkorenen preisgab, fiel bei manchem der Groschen. „Er kennt viele Leute, auch aus der Kirche. Er führt ein Familienunternehmen. Seine Kunden erhalten eine optische Aufwertung“, das Raunen im Saal wurde lauter, bevor Bartels zum Schlussakkord ansetzte. „Klaus Hilgenfeld, komm zu mir auf die Bühne!“

Der gebürtige Stadthäger Hilgenfeld begab sich sichtlich bewegt auf seinen Triumphzug durch den voll besetzten Saal. Seine Rede fiel mangels Vorbereitung – der Kohlkönig weiß vorher nichts von seinem Glück – kurz, aber emotional aus. „Ich liebe meine Heimatstadt durch und durch. Ich werde mein Bestes geben, Stadthagen als Kohlkönig würdig zu vertreten. Jetzt bin ich aber erstmal sprachlos.“

Die Wahl sei auf Hilgenfeld gefallen, so Bartels, weil er sich seit Jahrzehnten für die Kirche und die Kaufmannschaft in Stadthagen einsetze. Der Optiker führt ein Familienunternehmen, war 23 Jahre im Kirchenvorstand der St.-Martini-Gemeinde aktiv und hat sich im HGV, der Vorgängerorganisation des Stadtmarketing Stadthagen, engagiert.

Mit der Krönung von Hilgenfeld ging die Amtszeit von Burkhard Balz zu Ende. Der Europaabgeordnete der CDU bedankte sich in seiner Abschiedsrede bei seinem „Kohlvolk“ und ließ kein gutes Haar am größten Sorgenkind der EU. „Der Grieche kostet den Niedersachsen schon heute jeden Tag 72 Ouzo-Platten – ohne, dass er bisher einen einzigen Ouzo bekommen hat.“ Auch eine spöttische Bemerkung in Richtung USA bezüglich des VW-Skandals konnte sich Balz nicht verkneifen. „Ich würde gerne die Amis einladen, hier im Raum mal eine Abgasprüfung zu machen.“ Der Kohl war da bereits serviert und verspeist worden ...

Einen schweren Stand hatte dagegen einmal mehr Bürgermeister Oliver Theiß, der auch bei seinem zweiten Schaffermahl lieber auf seine Rede verzichtet hätte. „Lieber würde ich als Rechtsanwalt ein Plädoyer in einem aussichtslosen Mordprozess halten.“ Bartels versprach, seine Moderation sofort zu unterbrechen, sollte sich der überzeugte Cola-Trinker Theiß doch dem kühlen Blonden hingeben. „Ich würde es nie wagen, eine Rede von dir zu unterbrechen“, konterte Theiß.

Dass es beim Schaffermahl jedoch nicht allein um den Genuss von Grünkohl und Gerstensaft geht, verdeutlichte Pastor Jörg Böversen in seiner Festrede. „Eigentlich sind wir doch hier, weil wir unsere Stadt lieben. Behaltet sie in eurem Herzen und gebt diese Liebe weiter an die nächste Generation.“ ber

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