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Schaumburg wird zur deutschen Comic-Hochburg

Wilhelm-Busch-Preis Schaumburg wird zur deutschen Comic-Hochburg

Einmal mehr schaut die deutsche Comic-Szene im Max-und-Moritz-Jahr auf den Landkreis Schaumburg. Anlass ist die hochkarätig besetzte Fachtagung „Visuelle Satire“ in Obernkirchen und die Verleihung des mit 10000 Euro dotierten Wilhelm-Busch-Preises in Stadthagen.

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Einen Einblick in sein Werk gibt Hans Traxler bei der Ausstellung in Wiedensahl. Einen Tag später wird der Karikaturist in Stadthagen mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2015 ausgezeichnet.

Quelle: Traxler

Beide Veranstaltungen sind indessen nicht nur für das Fachpublikum, sondern für alle Interessierten zugänglich.

Mit dem alle zwei Jahre verliehenen Wilhelm-Busch-Preis zeichnen die Schaumburger Landschaft, die Sparkasse Schaumburg und die Schaumburger Nachrichten 2015 den Karikaturisten, Satiriker und Kinderbuchautor Hans Traxler aus. Laudatorin während der Verleihung am Donnerstag, 17. September, im Stadthäger Ratskeller ist die Verlegerin und beste Freundin von Traxler, Antje Kunstmann. Die Moderation des Abends, an dem außerdem der Hans-Huckebein-Preis für satirische und humoristische Versdichtung vergeben wird, übernimmt der Fernsehjournalist Arne Voigts. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Tickets gibt es bei der Sparkasse Schaumburg unter Telefon (05751) 402222.

Bereits einen Abend zuvor dürfen sich Traxler-Fans auf die Eröffnung der Ausstellung „Ich, Gott und die Welt“ im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl freuen. Mit der Werkschau gewährt Traxler einen außergewöhnlichen Einblick in seine Arbeit. Unter anderem werden Skizzen aus seinen Arbeitsbüchern zu sehen sein. Der Zeichner selbst ist während der Vernissage anwesend und gibt im Gespräch mit Comic-Forscher Dietrich Grünewald Erläuterungen zu seinem Werk. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen werden unter Telefon (05726) 388 entgegengenommen.

Grünewald und weitere Experten für „Visuelle Satire“ versammeln sich Dienstag bis Donnerstag, 15. bis 17. September, zur gleichnamigen Fachtagung im Stift Obernkirchen. Die Referenten, darunter Gisela Vetter-Libenow, Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums in Hannover, Achim Frenz, Leiter der caricatura in Frankfurt, sowie Daniela Kaufmann von der Karl-Franzens-Universität in Graz, beleuchten Deutschland im Spiegel politisch-satirischer Karikaturen und Bildergeschichten. Anlass ist nicht nur die Ersterscheinung von Max und Moritz vor 150 Jahren, sondern ebenso die deutsche Wiedervereinigung vor 25 Jahren.

Comic und Karikatur als eigenständige Kunstformen werden in Deutschland bisher meist stiefmütterlich behandelt, eigene Lehrstühle gibt es nicht. Umso wichtiger für die Comic-Forschung sind Fachtagungen wie die in Obernkirchen. In Vorträgen und moderierten Diskussionen beleuchten die Experten Schwierigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen der Karikatur vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Teilung.

Weitere Themen sind unter anderem die Rechte von Karikaturisten bei religiösen Themen und die Mensch-Tier-Darstellung in der Visuellen Satire. Hervorzuheben ist außerdem der Vortrag von „Luff“, alias Rolf Henn, am 15. September, 19 Uhr, in der Bückeburger Stadtkirche. Der Zeichner referiert zum Thema „Der Blick durch die satirische Lupe. Von der Arbeit eines politischen Karikaturisten“.

 Das komplette Programm der Tagung sowie Infos zu Anmeldung und Teilnahmekosten gibt es im Internet unter www.150-Jahr-Max-und-Moritz.de. kcg

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