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Schaumburger Mosaik: Verein aufgelöst

Auflösung Schaumburger Mosaik: Verein aufgelöst

Nach knapp fünf Jahren ist Schluss: Der multikulturelle Verein „Schaumburger Mosaik“ ist während der vergangenen Mitgliederversammlung aufgelöst worden.

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Stadthagen. „Da wir niemanden gefunden haben, der die Arbeit des Vereins im Vorstand weiterführt, mussten wir die Kosequenzen ziehen“, erklärt der stellvertretende Gründungsvorsitzende Richard Wilmers im Gespräch mit dieser Zeitung. Es war sehr schwer, neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen, die sich engagieren wollen. „Bei unseren Veranstaltungen waren immer viele Menschen da“, sagt Wilmers. Trotzdem blieb die Mitgliederzahl konstant bei 24.

 Das Vermögen des Vereins betrug zum Schluss 1418 Euro, dieses Geld soll nach Angaben von Wilmers nun drei Organisationen zugute kommen, die sich ebenfalls für Migranten und Flüchtlinge einsetzen.

 600 Euro sollen dem Verbund „Care Deutschland“ gespendet werden, der sich unter anderem im Nordirak für Flüchtlinge einsetzt. Weitere 600 Euro bekommt der Menschenrechtsverein für Migranten: „Die Organisation kümmert sich um iranische Asylsuchende“. Mit 200 Euro wird das Kinderhilfswerk „International Children Help (ICH)“ bedacht.

 Wilmers bedauert die Auflösung des Vereins, er und seine Vorstandskollegen sind sich jedoch einig, die Arbeit von Mosaik eigenständig fortzuführen. „Die Ortsgruppe WIR für Stadthagen setzt sich ja auch mit Themen wie der Flüchtlingspolitik auseinander“, sagt Wilmers, der den Vorsitz der Gruppe inne hat.

 Der Verein „Schaumburger Mosaik“ wurde am 21. Januar 2010 gegründet. „Zu den Gründungsmitgliedern zählen engagierte Leute, die lokalpolitisch und weltanschaulich unabhängig sind und einen weltoffenen Dialog fördern möchten“, sagt Wilmers.

 Seit der Gründung setzte der Verein etliche Veranstaltungen um, bei denen es unter anderem um Flüchtlinge und Integration ging, beispielsweise Kulturfeste. Bei der Gründung war sich der Vorstand einig, dass er dieses Projekt anschieben sollte – in der Hoffnung, dass sich neue Mitglieder finden, die die Arbeit fortsetzen. Wilmers sagt, er habe versucht, den Vorsitzenden Ahmet Cetindere so gut wie möglich zu unterstützen, doch am Ende sei der Berg an Vorstandsarbeit auch für den WIR-Vorsitzenden einfach zu groß gewesen.

Von Martina Koch

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