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Schicksal des Beirats ungewiss

Asphaltmischwerk Schicksal des Beirats ungewiss

Das Schicksal des Beirats für das Asphalt-Mischwerk am Georgschacht ist völlig ungewiss. Seit einiger Zeit verfolgt die Betreiberfirma Ahrens die Linie, keinen Vertreter mehr in dieses Gremium zu schicken.

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Stadthagen. Sollte sich das in absehbarer Zeit nicht ändern, tendiert Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) nach eigenem Bekunden dazu, die Einrichtung aufzulösen.

 Der Beirat war auf Beschluss des Rates Ende 2012 gebildet worden. Er soll demnach den Bau und den Betrieb der Anlage begleiten. Der damalige Bürgermeister Bernd Hellmann hatte formuliert, das Gremium könne „ein Weg für Dialog und Transparenz“ sein.

 Dem Beirat gehören je ein Vertreter der Betreiberfirma, der Stadtverwaltung und der drei Ratsgruppen sowie insgesamt neun Repräsentanten von Schulen, Vereinen, der Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI) und örtlichen Umweltorganisationen an. Einladungen zu Sitzungen spricht der Bürgermeister aus.

 Vom Grundsatz her hält Theiß den Beirat auch weiter für ein sinnvolles Instrument. Die volle Produktion im Mischwerk sei gerade angelaufen. „Erst im nächsten Frühjahr oder Sommer werden wir wissen, wie sich das auswirkt.“ Der Beirat könne im alltäglichen Betrieb möglicherweise auftretende Probleme bearbeiten. Zudem seien noch einige technische Fragen, die im Beirat gestellt worden sind, von der Firma unbeantwortet. Nicht zuletzt stehe auch noch eine vom Unternehmen zugesagte Betriebsbesichtigung an.

 Er plane die Firma im Januar zu besuchen, kündigte Theiß an. Dabei wolle er sich über die Gründe des Fernbleibens und die künftigen Absichten mit Blick auf den Beirat erkundigen. Vom Gesprächsergebnis hänge sein weiteres Vorgehen ab. „Sollte das Signal kommen, dass die Firma dauerhaft nicht mehr teilnimmt, gehört der Beirat auf den Prüfstand“, so Theiß: „Meiner persönlichen Meinung nach müsste man ihn dann auflösen.“

 In einen solchen Entscheidungsprozess werde er die Beiratsmitglieder aber einbeziehen, unterstrich Theiß. „Wenn die Mehrheit trotzdem weitermachen will, muss man darüber natürlich reden.“ Er könne sich eine solche Willensbildung im Falle eines dauerhaften Fernbleibens der Firma aber nicht vorstellen, betonte er. Der Beirat „gerät immer mehr zur Farce“, hatte Theiß schon im vergangenen Mai nach zweimaligem Fernbleiben der Firma gesagt, damals noch als stellvertretender BI-Vorsitzender.

 Ende September hatte Ahrens-Geschäftsführer Karsten Klein gegenüber dieser Zeitung gesagt, „das Verhältnis zur Stadt ist nicht das beste“, das „Vertrauen ist etwas gestört.“ Hintergrund ist ein schwelender Rechtsstreit über auf der Halde des Georgschachts eingelagerten Bodenaushub vom Ahrens-Betriebsgelände. Für eine aktuelle Stellungnahme war der Geschäftsführer gestern nicht zu erreichen.

von Stefan Rothe

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