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Schläge mit Holzhammer und Becken

Stadthäger Oktoberfest Schläge mit Holzhammer und Becken

Das hat gepasst: Zwei Schläge genügten, dann spritzte das Bier aus dem Fass. Bürgermeister Oliver Theiß hat am Sonnabend für eine schnelles „O’zapft is!“ gesorgt. Mehr als tausend Gäste haben in der Festhalle Oktoberfest gefeiert. Eingeladen hatten zum sechsten Mal die Schaumburger Nachrichten.

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Judith Hartmann (links) feiert im Parkett und begeistert mit einem Bühnenauftritt.

Quelle: sk

Stadthagen. „Ich hätte mir auch einen Seppelhut mit FC Bayern drauf besorgen sollen“, bedauerte eine junge Oktoberfestbesucherin beim Anstehen vor dem Einlass – im Blick ein paar Besucher vor ihr. Schicke Dirndl waren hier zu sehen in den verschiedensten Variationen und zünftige Beinkleider: Lederhosen trugen nicht nur die Männer, und derbes Wanderschuhwerk kam am Damenfuß als High-Heel-Version daher.

 Der neidvolle Blick auf den Seppelhut war nur oberflächlich, größer war die Vorfreude. Hinein ins Vergnügen. Drinnen empfingen die feierfreudigen Gäste Ralf Jordan und seine Schaumburger Musikanten mit beliebten Blasmusikwerken, die auch beim Schützenfest zünden und derzeit aus den Erntefestzelten klingen: Der Franz auf der Vogelwiese war dabei, das Niedersachsenlied, die tschechische Polka Rosamunde, auch bekannt als „Beer Barrel Polka“. Na klar, dass Bier beim Oktoberfest in der Festhalle floss aus dem Fass: Münchner Löwenbräu stemmten die Bedienungen in großen Glaskrügen.

 

„Servus Freunde!“ Vor dem mit Spannung erwarteten Fassanstich begrüßte SN-Chefredakteur Marc Fügmann die ausgelassene Festgesellschaft und bat die Sponsoren-Vertreter auf die Bühne, von der Volksbank Hameln-Stadthagen, dem BMW-Autohaus Becker-Tiemann, der Stadt Stadthagen, die Wirtschaftsbetriebe, dem Einrichtungshaus Göbel, dem Stadtmarketingverein Stadthagen und von Getränke Damke. Ohne Unterstützung könne die launige Riesenfete nicht ausgerichtet werden, so Fügmann.

Oliver Theiß griff alsdann zum hölzernen Schlägel, trieb mit nur zwei Schlägen den Zapfhahn in das Löwenbräu-Fass und füllte die ersten Gläser. Die viel beklatschen Schaumburger Musikanten verließen die Bühne, und „Die Filsbacher“ übernahmen nach kurzer Umbauphase das musikalische Regiment. Sie gaben Vollgas vom ersten Takt an, trieben ihr Publikum von den Bänken hoch und animierten zum Mitklatschen – mit den Händen über den Köpfen versteht sich – zum Mitsingen und zum Entern der Tanzflächen. Judith Hartmann – gesucht wurde von Filsbacher-Frontmann Stefan Persch „eine Jungfrau“, wobei jung und Frau schließlich stimmten – schaffte es in höhere Regionen.

Auf der Bühne überließ Persch die Stadthägerin zunächst weichen Klängen, die sie zu geschmeidigen Bewegungen animierte, und drückte der mutigen Schwarzhaarigen schließlich zwei bronzene Becken-Scheiben die Hände. Diese wusste Judith Hartmann rhythmusfest einzusetzen und erntete entsprechend Applaus vom Auditorium im Saal. Das Stadthäger Filsbacher-Ensemble-Mitglied auf Zeit tauchte wieder in ihrer Feiergruppe unter, und die Fete nahm Kurs auf viele weitere launige Stunden. sk

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