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Schmierfinken gefasst

Stadthäger Ostwall Schmierfinken gefasst

Die Schmierereien am Ostwall sind offenbar aufgeklärt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben zwei 16-Jährige als mutmaßliche Täter ermittelt. Nach SN-Informationen soll es sich um Mädchen handeln.

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Die Schmierereien am Ostwall konnten doch kostengünstiger beseitigt werden, als zunächst angenommen.

Quelle: Archivfoto

Stadthagen.  Am vergangenen Donnerstag hatten Unbekannte die Wallanlagen mit Farbe und Sprühdosen verunstaltet. Auch der Verbindungsweg zwischen Schulstraße und Niedernstraße blieb nicht verschont. Dort wurden Häuserfassaden in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt scheint festzustehen, dass vermutlich zwei Jugendliche für die Verunreinigungen verantwortlich sind.
Nähere Auskünfte über die beiden Tatverdächtigen wollte der Polizeisprecher nicht geben. Auch nicht zu der Frage, ob es sich um Jungen und Mädchen handelt. Letzteres ist offenbar der Fall.
Das Dingfestmachen der mutmaßlichen Täter ist aber nur die eine gute Nachricht. Auch mit Blick auf die Säuberung der Bänke und Stelen gibt es Entwarnung: Ein Großteil der Verunreinigungen konnte beseitigt werden. „Die Bänke haben wir im Baubetriebshof abgeschliffen“, erklärt Matthäus Schmidt von der Stadtverwaltung. Da es sich um Hartholz ohne Beschichtung handele, sei das kein Problem gewesen. An wenigen Stellen habe man zwar nicht die gesamte Farbe abbekommen. Schmidt hofft jedoch, „dass durch die natürliche Verfärbung des Holzes aufgrund der Witterungsbedingungen auch die letzten Reste verschwinden“.
Bei den Stelen und Obelisken sei es nicht so einfach gewesen, Erfolge zu erzielen. „Fast die gesamte Farbe ist aber ab“, freut sich Schmidt. Die ortsansässige Firma Freymuth, spezialisiert auf Natursteinarbeiten, habe bei der restlichen Reinigung Hilfe angeboten.
Im Verbindungsweg zwischen Schul- und Niedernstraße soll indes auf das Wetter vertraut werden. „Durch die Witterungsverhältnisse sollte die Farbe dort in den nächsten Wochen und Monaten verschwinden“, hofft der Verwaltungsmitarbeiter.
Entgegen der ursprünglich befürchteten Kosten von mehreren Tausend Euro werden sich laut Schmidt die Ausgaben für die Beseitigung „auf jeden Fall“ nur noch im dreistelligen Bereich bewegen.
Der Verkehrsverein, der gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Wallanlagen saniert hatte, zeigt sich nach Angaben seines Vorsitzenden Karl-Heinz Hepe „bestürzt“ über die Vorgänge. „Aber ich bin nach dem ersten Kontrollgang erleichtert, dass die Bänke relativ leicht gesäubert werden konnten“, so Hepe weiter.
Damit Schmierfinken zumindest bei den Obelisken künftig keine Chance mehr haben, soll dort in Absprache mit Stadtverwaltung und Bauamt „eine Art Schutzbezug“ imprägniert werden. js

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