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„Schneller wird’s davon nicht“

St. Annen bleibt holprig „Schneller wird’s davon nicht“

WIR will mit einem Schreiben noch einmal Druck in Sachen St. Annen machen. Aussicht auf eine schnellere Sanierung der holprigen Straße gibt es damit nicht, sagt Markus Brockmann von der Hamelner Geschäftsstelle der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

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STADTHAGEN. Es bleibe dabei: Der Zustand der Fahrbahn mag zu wünschen übrig lassen. „Aber es gibt Straßen in Niedersachsen, die schlimmer aussehen“, erklärt der Behördenleiter. Außerdem seien Schlaglöcher allein nicht ausschlaggebend. Faktoren wie die Bedeutung der Straße im Verkehrsgefüge einer Stadt, der Zustand von Bushaltestellen und die Frage des Untergrundes kämen hinzu. Nicht zuletzt könne eine Fahrbahn auf schnellere Sanierung hoffen, wenn es sich bei ihr um einen Unfallschwerpunkt handelt.

 Das sei bei St. Annen nicht der Fall, auch wenn Radfahrer auf der Straße vielleicht ein ungutes Gefühl überkomme. Die Verkehrssicherungspflicht liege zudem bei der Stadt. „Und die müsste auch initiativ auf uns zukommen“, sagt Brockmann. „Wir drehen hier ja nicht Däumchen und überlegen, was wir als Nächstes tun können.“ Seit Monaten habe er aber von der Stadt Stadthagen in dieser Sache nichts mehr gehört.

Wohin soll die Reise gehen?

 Einem Gespräch würde man sich nicht verschließen, sagt Brockmann. Im Gegenteil: „Es wäre sicher sinnvoll, gemeinsam zu erörtern, wohin die Reise gehen soll.“ Konkret hieße das, ob nicht in Anbetracht des Zustandes der Bushaltestellen und des Bürgersteiges an St. Annen über einen Ausbau nachgedacht werden müsse, anstatt nur die Oberfläche zu erneuern. Dazu würde dann auch eine Sanierung der unter der Straßen verlaufenden Kanäle zählen, und es müsste vorab geklärt werden, ob Strom- oder Wasserleitungen unter der Straße liegen. „Gerade im Innenstadtbereich ist das nicht ganz unwichtig“, sagt Brockmann.

 Wenn die Behörde eine Straße angehe, dann im Normalfall, „um sie die nächsten 30 Jahre nicht mehr anfassen zu müssen“. Ein weitergehender Ausbau sei aber schon andernorts an den klammen Kassen der Kommunen gescheitert. Selbst wenn sich nun aber die Stadt meldet, sagt Brockmann: „Schneller wird’s davon nicht.“ Bis zu den Arbeiten würden mehrere Jahre vergehen. Andere Sanierungsprojekte seien einfach dringender.

 Ähnlich sieht das auch Bürgermeister Oliver Theiß für die lokale Ebene, denn im Stadthäger Stadtgebiet selbst gebe es kaputtere Straßen als St. Annen. „Wir fragen uns als Erstes immer, wie ein Projekt sich in die Gesamtstrategie einfügt“, sagt Theiß. Letztere soll der Stadt helfen, zukünftig bei knappen Kassen effektiv zu haushalten.

In Vorleistung treten

 „Wir könnten bei den Planungen in Vorleistung treten wie bei der L444“, erklärt Theiß. Problem der Landesbehörden sei schließlich oft, dass sie personell die Planungen nicht vorab leisten könnten und es so zu weiteren Verzögerungen komme. Würde Stadthagen wie im Fall der L444 die Planung übernehmen, könnte die Landesbehörde umgehend loslegen, wenn St. Annen an der Reihe ist.

 Fraglich sei aber, so Theiß, ob vor dem Hintergrund der Gesamtstrategie überhaupt das Geld für eine Vorabplanung übrig sei. „Ich sehe da auch keinen ganz hohen Handlungsbedarf“, sagt der Bürgermeister. St. Annen sei in Stadthagen „nicht der größte Problemfall“. jcp

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