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Schnelles Internet fehlt

Bundestagsabgeordneter Maik Beermann bei Klocke & Lingemann Schnelles Internet fehlt

Das Stadthäger Unternehmen Klocke & Lingemann sieht sich „gut aufgestellt“. Die Zahl der Mitarbeiter ist in der jüngeren Vergangenheit deutlich angewachsen. Erfreulich für die Firma ist hierbei unter anderem, dass unter den aktuell 57 Beschäftigten auch sieben Auszubildende sind.

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Kevin Hägermann, Jan-Luca Dolz, Fritz-Peter Klocke, Maik Beermann, Fritz Kranz und Niklas Gehrke (von links).

Quelle: pr.

Stadthagen. Doch gibt es auch den einen oder anderen Aspekt, mit dem die Verantwortlichen des 1919 gegründeten Unternehmens nicht ganz glücklich sind. Diese Schwierigkeiten kamen anlässlich eines Besuchs des Bundestagsabgeordneten Maik Beermann zur Sprache.  Fritz-Peter Klocke, Geschäftsführer des traditionsreichen Unternehmens, brachte im Rahmen der Zusammenkunft gestern Unverständnis im Hinblick auf die bisherige Internet-Versorgung der Kreisstadt hervor: „Leider sind wir nicht vom bisherigen Breitbandausbau betroffen. Dabei sind schnelle Internetverbindungen ein enorm wichtiger Faktor. Wir befinden uns in einem Wettbewerb.“

Seit einigen Tagen verfügen rund 1900 Haushalte in Stadthagen über Zugang zu schnellerem Internet. Das sich in der Bahnhofstraße befindende Firmenareal zählt nicht dazu. Die Hoffnung bleibt, dass man von der nächsten Ausbaustufe versorgt wird. Bis Ende Dezember des Jahres sollen weitere 5300 Haushalte im Stadtgebiet, also 7200 insgesamt, an das schnellere Netz angeschlossen sein.

Der Politiker zeigte viel Verständnis für das Anliegen, verwies aber gleichzeitig auf gegebene Rahmenbedingungen: „Der Kreis Schaumburg ist da schon deutlich weiter als viele andere. Er gehört zu den bundesweit 45 Landkreisen mit jener besonderen Förderung.“

Während es im Hinblick auf die Netzgeschwindigkeit noch Steigerungsbedarf gibt, gibt es an anderer Stelle positive Entwicklungen zu vermelden. Die Firma, die auch in Rinteln und Minden vertreten ist, hat mittlerweile sieben Auszubildende in ihren Reihen. Davon kamen drei in diesem Jahr dazu: Niklas Gehrke, Kevin Hägermann sowie Jan-Luca Dolz befinden sich momentan in ihrer Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann.

Fritz Kranz benennt Missstände

Klocke und der gleichfalls anwesende Prokurist Fritz Kranz zeigten sich erfreut hierüber, benannten indes auch die Missstände: „Gerade im Handwerk gibt es zahlreiche Stellen, für die Betriebe händeringend Auszubildende suchen, aber keine passenden finden. An dieser Konstellation ist nicht zuletzt auch die Politik schuld.“

Bemängelt wurde unter anderem, dass interessante Jugendliche häufig unter dem Einfluss von Personen aus ihrem schulischen sowie familiären Umfeld wichtige Entscheidungen bezüglich der Zukunft treffen, sich drängen lassen, den akademischen Weg einzuschlagen. Dabei hat die aktuelle Situation Anreize, wie Klocke aufzeigt: „Wer sich geschickt anstellt, hat sehr gute Karrierechancen und wenig Risiko, arbeitslos zu werden.“

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