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Schockwellen für die EU

Burkhard Balz auf dem Grünen Sofa Schockwellen für die EU

Während die Präsidentschaftswahl in Frankreich noch in der Schwebe hing, hat EU-Parlamentarier Burkhard Balz die Zukunft Europas in Zeiten großer politischer Verunsicherung mit SN-Chefredakteur Marc Fügmann diskutiert. Seine Wünsche für den Ausgang der Wahl wurden schließlich erfüllt - Macron gewann.

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EU-Parlamentarier Burkhard Balz spricht mit SN-Chefredakteur Marc Fügmann auf dem Grünen Sofa über die Probleme in Europa.

Quelle: rg

Stadthagen. „Dank der Europäischen Union leben wir in Frieden und Freiheit, aber auch in unterschiedlichen Verhältnissen. Die großen gesellschaftlichen Probleme in anderen Nationen lassen die kritischen Kräfte stärker werden“, resümierte Balz als er während der Regionalschau auf dem Grünen Sofa der SN Platz nahm. Gerade in Wahlkampfzeiten werde die EU für viel verantwortlich gemacht.

Ein ursächliches Problem sei das hohe Tempo, mit dem die Union seit dem Fall des Eisernen Vorhangs auf 28 Mitgliedsstaaten angewachsen ist, und politische Einigkeit kaum noch zu erzielen. Die oft beklagte Überregulierung würde auch Balz in vielen Einzelbereichen gerne herunterfahren. Dennoch sei die deutsche Gesetzgebung in der Vergangenheit oft über die Tendenzen der EU-Richtlinien hinaus geschossen: „Dann fühlt man sich wie stranguliert“, findet Balz. Während des Brexit-Referendums erlebte der Politiker eine unruhige Nacht, den Ausgang habe er aber wie die wenigsten in Brüssel erwartet.

Für den Zusammenhalt in der EU hoffte Balz auf einen klaren Sieg für den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron, den er persönlich als „smarten Mann“ kennengelernt habe und der „neuen Schwung in die französische Politik“ bringen könnte. „Von der Euro-Lokomotive Frankreich/Deutschland habe ich in den letzten Jahren nicht viel gesehen“, so Balz.

Dennoch sei erst das Ergebnis der folgenden Parlamentswahl abzuwarten: „Die nächste Schockwelle für die EU könnte noch kommen.“

Mit Blick auf den Austritt des Vereinigten Königreiches erwartet Balz „harte, brutale Verhandlungen. Wer austritt, soll auch seine Rechnung bezahlen.“ Gleichwohl sollen die Bürger innerhalb wie außerhalb der Union die Chance haben, ihr Leben normal weiter führen zu können.

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