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Schokoeier satt und „aufbleiben bis zum Umfallen“

Stadthagen / Kinder erleben Ostern Schokoeier satt und „aufbleiben bis zum Umfallen“

Ostereier suchen im heimischen Garten oder nach dem Familiengottesdienst, lange aufbleiben dürfen, Spaziergänge und Verwandtschaftsbesuch: Stadthäger Kinder erlebten das Osterfest mit Brauchtum und Familientraditionen. Schokoladeneier gab es für so manchen schon am Sonnabend beim Osterfeuer.

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Geschafft: Die Zwillinge Kjelt und Bjarne (8) haben ihre Osterpräsente gefunden.

Quelle: sk

Stadthagen (sk). “Ich hab’ auch ‘n Becher, Bjarne!” Der achtjährige Kjelt zog bei seinen gefundenen Osterpräsenten mit seinem Zwillingsbruder gleich. Der Osterhase hatte im Garten der Familie Redecker nicht vergessen, dass Brüder zu beschenken waren. Die beiden Hannover 96-Fans freuten sich über einen Fanartikel mit aufgedrucktem Logo ihres Lieblingsvereins. Sonntagmorgen um kurz vor 9 Uhr waren Bjarne und Kjelt in den Garten zum Ostereiersuchen gestürmt. Mutter Simone erwischte Kjelt gerade noch am Schlafittchen: “Erstmal die Jacke ordentlich anziehen!” Draußen lockte zwar herrlichster Sonneschein, aber es war kühl. Wer den Jungs mit dem Fotoapparat auf den Fersen bleiben wollte, musste schnell sein. Die Zwillingsbrüder kennen ihr Revier und hatten in zwei Minuten fast alle versteckten Nester gefunden: hinter Büschen und im Blumenkübel, auf der Rutsche, im Holzstapel – und im Vogelhaus. Der Osterhase musste ein guter Kletterer sein. Der Verwandtschaftsbesuch am Ostersonntag verhieß weitere Geschenke. Das Tollste für die Brüder aber war die aufgehobene Schlafenszeitregel am Feiertag. Kjelt strahlte: “Heute können wir aufbleiben bis zum Umfallen.”

Am Montag war Ostereiersuchen im Saal des Maria Anna Stifts angesagt – nach einem Familiengottesdienst, zudem die Martini-Gemeinde eingeladen hatte. Als biblische Emmaus-Jünger verkleidet, die dem Auferstandenen begegneten, schritten die Pastoren Wolf-Peter Koech und Hartmut Spier durch die Kirche und luden die Kinder später zu einem vereinfachten Abendmahl ein.

Nach süßen Leckereien fahndeten 30 Jungen und Mädchen anschließend im Gemeindehaus, guckten hinter Vorhängen, auf den Stühlen, robbten unter die Tische. Das fröhliche Tohuwabohu war dank großem Suchaufgebot schnell zu Ende. 314 Schokoladeneier lagen im Korb, die ausgezählt und gerecht an die fleißigen Eiersucher verteilt wurden. Die dreijährige Johanna war hierzu zufällig vorteilhaft gekleidet. Pastor Koech ludt die süße Eierfracht, die Johannas kleine Hände nicht fassen konnten, kurzerhand in die Kapuze von Johannas Pulli. Am Tisch wechselten die Eier in Johannas Tasche in Form eines Lämmchens, ebenfalls ein Ostergeschenk. Nicht nur begehrte Kleinigkeiten prägten jedoch das Osterfest für die Dreijährige. Am Ostersonntag war das Mädchen mit Mama und Papa auf dem Bückeberg spazierengegangen. Und am Forellenteich, berichtet die junge Stadthägerin stolz, habe sie Fische gefüttert. Diese waren in puncto Ostereier allerdings leer ausgegangen.

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