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Schreddertage: SPD und Grüne uneins

Strittiges Thema Schreddertage: SPD und Grüne uneins

In der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Rat gibt es Krach. Die SPD fordert zwei für die Nutzer kostenlose Schreddertage im Jahr. Ihr grüner Gruppenpartner ist aber strikt dagegen. Auch ansonsten findet die SPD für ihren Vorstoß so gut wie keine Unterstützung. Das hat eine Debatte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz gezeigt.

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Stadthagen.  Der Antrag der SPD zielt darauf ab, nach Abschaffung der Brenntage zusätzlich zum gebührenpflichtigen Abholsystem des Landkreises für Grünschnitt in Stadthagen ein kostenloses Angebot bereitzustellen. Damit soll „die Anpflanzung und Pflege von Grün in Stadthagen durch private Haushalte unterstützt werden“, wie Thomas Pawlik (SPD) begründete.

 Der Vorstellung der Sozialdemokraten nach soll an zwei Tagen im Jahr jeweils an stadtweit acht Annahmestellen, darunter je einer pro Ortsteil, Grünschnitt angenommen und geschreddert werden. Das Häckselgut soll den Anlieferern zur eigenen Verwendung gegeben oder auf städtischen Grünanlagen verteilt werden.

 Wie Gerhard Bock vom Amt für Bürgerdienste kalkulierte, würden die Schreddertage Kosten von 14000 Euro pro Jahr verursachen. Das liege vor allem an der Einbindung von Mitarbeitern des Bauhofes und am Einsatz eines Schredders.

 Der SPD-Vorstoß stieß bei allen Seiten auf Ablehnung, zuallererst beim eigenen Gruppenpartner, den Grünen. „Wir sind gegen kostenfreie Schreddertage“, bekundete Sebastian Höltje (Grüne). Vor dem Hintergrund „des günstigen Abholsystems des Landkreises“ ein zweites Angebot bereitzustellen, sei nicht sinnvoll. Ähnlich sah das Gundi Donjes (WIR): „Wir sollten kein Konkurrenzangebot zum Landkreis machen.“ 14000 Euro für diesen Zweck bereitzustellen, „das könnten wir machen, wenn das Stadtsäckel gut gefüllt wäre, das ist es aber nicht.“ Und die Mitarbeiter des Bauhofes seien „ohnehin schon überlastet“.

 Jörg Ostermeier (CDU) sagte, auch „die Mehrheit der Unionsfraktion“ lehne den SPD-Vorstoß ab. Mindestens zwei Jahre lang sollte vielmehr abgewartet werden, „wie das Angebot des Landkreises angenommen wird“. Dann könne immer noch überlegt werden, ob als Ergänzung kostenlose Schreddertage sinnvoll seien. Eine abweichende Meinung vertrat Ursula Schweer (CDU), die den SPD-Vorschlag unterstützte.

 Pawlik zeigte sich besonders vom Nein der Grünen „sehr irritiert“. Diese sollten aus seiner Sicht „doch das ökologisch sinnvolle Schreddern und die Unterstützung von Bürgern, die viel Grün pflegen, befürworten“. Die SPD wolle „für dieses bürgerschaftliche Engagement ganz bewusst eine kostenlose Entsorgung anbieten“.

 Eine Entscheidung fällte der Ausschuss allerdings noch nicht. Gegen die Stimmen der SPD wurde beschlossen, das Thema im Rahmen der Beratungen für den Haushalt 2015 erneut zu beraten.

Von Stefan Rothe

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