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Schrittweise Aufwertung

St. Annen im Umbruch Schrittweise Aufwertung

An St. Annen tut sich was: „Es ist ein Quartier im Umbruch“, sagt Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Städtebauliche Neuordnungen und neue, bauliche Investitionen würden zur schrittweisen Aufwertung des Standortes St. Annen beitragen.

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An St. Annen tut sich was.

Quelle: rg

Stadthagen. Potenziale sieht der Wirtschaftsförderer für unterschiedliche gewerbliche Nutzungen sowie für Wohnbauprojekte. Zwei große Maßnahmen die sich derzeit im Umbruch befinden sind die Nachnutzung der ehemaligen Brauerei (siehe unten) sowie der Neubau des NP-Marktes als Nahversorger, der 2018 beginnen soll (wir berichteten). Ein besonders prägender Betrieb sei das Autohaus Meyer, aufgrund der exponierten, gut sichtbaren Lage, an der Einmündung der Jahnstraße und St. Annen, einer der Haupteinfallstraßen in Stadthagen.

Stadt ist für Landstraße nicht zuständig

Weniger erfreulich ist die Verkehrsituation in dem Bereich. Bei einer Verkehrszählung im September vergangenen Jahres wurden insgesamt 7000 Fahrzeuge gezählt. Der Anteil von Lkw betrug nach Angaben von Gerd Hegemann lediglich ein Prozent. Jedoch ist nach Worten des Bauamtsleiters vor allem für Radfahrer eine Verbesserung dringend nötig. Das Problem: Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist die Stadt, wie mehrfach berichtet, nicht zuständig. Um die Situation für Radfahrer zu entschärfen, müsste die Straße jedoch komplett umgebaut werden. 2015 hatte die Stadt ein Konzept erstellt, das den Ausbau eines Fahrrad-Schutzstreifens für den Bereich zwischen der Einmündung der Schachtstraße und der Kreisstraße vorsah. Kostenpunkt etwa 120000 Euro. Das Projekt wurde aufgrund der klammen Kassen verschoben, soll laut Hegemann aber, sobald es die finanzielle Situation zulässt, wieder in die Haushaltsberatungen aufgenommen werden.

„Auch die Bedeutung von St. Annen für innenstadtnahes Wohnen bei guter verkehrlicher Anbindung ist nicht zu unterschätzen“, betont Wirtschaftsförderer Masurek. Unter anderem sind nach Angaben von Baumatsleiter Hegemann zwei Mehrfamilienhäuser an der Einmündung zur Seiler Straße kurz vor der Fertigstellung. Drei weitere Wohngebäude weiter südlich, auf Höhe des Falkenweges, befinden sich im Bau und es gäbe auch Potenzial für weitere. Laut Masurek müsse jedoch die Verträglichkeit der unterschiedlichen Nutzungen dabei immer berücksichtigt werden. tbh

Ehemalige Brauerei: Vermarktung geht voran

Die Vermarktung des ehemaligen Brauereigeländes an St. Annen geht voran. Das bestätigt der Stadthäger Immobilienmakler Carsten Winkelhake. Er ist dafür zuständig, dass sich die Gebäude auf dem 8600 Quadratmeter großen Areal wieder mit Leben füllen. „Anfragen sind definitiv da, es laufen mehrere konkrete Gespräche“, sagt Winkelhake auf Anfrage der SN. Für einige Gebäude gäbe es sogar schon eine Warteliste.

Mehr Verkehr soll es nach Worten des Immobilienmaklers dadurch aber nicht geben. Es habe sich schnell herausgestellt, dass das Gelände und die Gebäude an St. Annen weniger für eine Spedition geeignet seien. „Deshalb gehe ich davon aus, dass der Anlieferverkehr sogar geringer sein wird als vorher und damit eine Verbesserung für Anwohner eintritt“, so Winkelhake.

Anträge von Interessenten liegen vor

Davon geht auch Bauamtsleiter Gerd Hegemann aus. Das Thema Spedition sei vom Tisch. Ihm würden bereits Bauanträge von Interessenten vorliegen. Der Rat hat die Erstellung eines Bebauungsplans und eine Veränderungssperre beschlossen. Sollten die Anträge den Zielen der Bauleitplanung nicht widersprechen, stehe einer Genehmigung demnach nichts mehr im Wege.

„Wir begleiten den Prozess, der bisher sehr frei von Konflikten ist“, betont Hegemann. Einige Gebäude seien allerdings sehr speziell auf eine Brauerei ausgerichtet und damit etwas schwieriger für eine Nachnutzung. Hegemanns Einschätzung nach nehme sich der Eigentümer, Friedrich Wilhelm Lambrecht, der Aufgabe der Vermarktung entschlossen an. Das Ziel sei, unterschiedliche Unternehmen auf dem Grundstück anzusiedeln. jemi

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