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Schüler entdecken Rumänien

Stadthagen / Austausch Schüler entdecken Rumänien

Das Angebot eines neuen Schüleraustauschs mit Rumänien haben 15 Schüler der Jahrgänge zehn und elf des Ratsgymnasiums Stadthagen wahrgenommen. Ziel war der Ort Sibiu, einst unter dem Namen Herrmannstadt bekannt, in Siebenbürgen.

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Mit der Seilbahn betrachten Schüler und Lehrer die Umgebung.

Quelle: pr.

Stadthagen.  Dort verbrachten die Schüler ihre Zeit in rumänischen Gastfamilien und lernten so die Kultur und Lebensweise der Menschen kennen. Die Jugendlichen erlebten ein vielseitiges Programm und wanderten unter anderem im Paltnis-Gebirge, absolvierten eine Stadt-Rallye im sehr deutsch geprägten Sibiu und besichtigten die Dracula-Burg in Bran. Zum Programm des Schüleraustauschs gehörte auch ein Einblick in das rumänische Schulsystem: Neben der Teilnahme am Unterricht lauschten die Jugendlichen einem Vortrag zur „Tradition des deutschen Schulwesens in Rumänien“.

Ein weiteres Ausflugsziel war die Besichtigung der Stiftung „Elijah“, einer sozialen Initiative zur Armutsbekämpfung, der hauptsächlich aus Roma bestehenden Bevölkerung aus dem Harbachtal. Romakinder werden dabei in ihrer stärksten Kompetenz, ihrer Musikalität, gefördert, wie die Schüler feststellen konnten. Beim Besuch einer Grundschule konnte die Austauschgruppe Süßigkeiten, Müsli und Bananen an Schulkinder aus bedürftigen Familien verteilen, die vom Staat, wie jedes rumänische Schulkind, täglich nur eine Tüte Milch und ein Paket Kekse erhalten. In einem rumänischen Gefängnis informierten sich die Schüler über aktuelle Haftbedingungen sowie die Haftbedingungen zu Ceausescus Zeiten. Die Einrichtung ist immer noch in Betrieb.

Eva (16) ist durch ihre Erfahrungen in dem Land aufgefallen, „dass die Medien oft nur eine bestimmte Seite des Landes zeigen, nämlich die, die sie beschreiben wollen“. Auch Sven (16) war nach eigenen Angaben froh darüber, dass er mit dem Austausch seinen Horizont und sein Wissen über das Land erweitern konnte. Für Phillip (17) war dies eine Erweiterung in Hinblick auf die Schulsysteme. Er bemerkte, dass sich Schulsysteme auch innerhalb Europas stark unterscheiden. Während in Deutschland der Unterricht eher von selbstständigem Lernen geprägt ist, wird in Rumänien mehr auf sehr lehrerzentrierte Unterrichtsmethoden gesetzt.

Am Ende waren sich alle Schüler und auch die begleitenden Lehrkräfte, Angelika Hasemann und Gard Hildebrandt, einig, dass dieser Austausch unbedingt fortgesetzt werden müsse.

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